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Aus der Kategorie „Klartext“ (Gedichte):

Norbert Wittke

Hygiene für die Seele


Ein kranker Mensch braucht auch für seine Seele Behandlung,
die kommt in unseren Krankenhäusern viel zu kurz.
Die Schwestern und Ärzte brauchen eine Charakterwandlung,
helfen, wie sich sich benehmen, zu einem weiteren Absturz.

Höflichkeit und Freundlichkeit sie sind das eine,
was jeder für sich im Leben gelernt haben sollte.
Damit hilft man auch Kranken eher auf die Beine,
als wenn man wie eine Lawine durchs Zimmer rollte.

Ohne sich selbst vorzustellen, tritt der Arzt an das Bett.
Erklärt nichts, will behandeln und gleich etwas spritzen.
Die Verwirrung für den Kranken ist jetzt richtig komplett.
Meint er, dass hier nur Taube liegen oder sitzen?

Bei den Untersuchungen quält er den Kranken,
obwohl er es fast Schmerz frei machen kann.
So ein Arzt gehört entsorgt und sollte abdanken,
er ist ein Numerus Clausus Sadist, kein Ehrenmann.

Wenn er gern foltern möchte, ist er hier fehl am Platz,
für seine Widerwärtigkeiten sollte er was anderes suchen.
In einem Krankenhaus da ist für so etwas kein Platz.
Die Patienten werden ihn für alle Zeiten verfluchen.

Ja, die Krankenschwestern sind oft einfach überlastet,
doch Freundlichkeit hilft ihnen und den Kranken sehr.
Wer ohne jeden Gruß durch Krankenzimmer hastet,
macht es sich selbst und auch den Patienten schwer.

Das alles sind Grundsätze für die Hygiene der Seele,
besonders wenn man den Namen Gesundheitszentrum hat.
Wenn ich allen denen dieses für immer empfehle,
bekommen sie auch ihren Beruf nicht so schnell satt.

09.05.2010         Norbert Wittke

 




Die Rechte und die Verantwortlichkeit für dieses Gedicht liegen beim Autor (Norbert Wittke).
Das Gedicht wurde auf Wunsch von Norbert Wittke auf e-Stories.de aufgenommen - Vielen Dank!
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 09.05.2010. - Infos zum Urheberrecht




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