Karl-Heinz Fricke

Die Geschichte der vier Kerzen am Adventskranz


 Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war still. So still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen.
 
Die erste Kerze seufzte und sagte: Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden. Sie wollen mich nicht.
Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz.
 
Die zweite Kerze flackerte und sagte: Ich heiße Glauben, aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne.
Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die Kerze war aus.
 
Leise und traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort. Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen.
Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.
 
Da kam ein Kind in den Raum. Es schaute die Kerzen an und sagte: Aber, ihr sollt doch brennen und nicht aus sein! Und fast fing es an zu weinen.
 
Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: Hab nur keine Angst! So lange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße Hoffnung.
 
Mit einem Streichkolz nahm das Kind Licht von dieser Kerze und zündete die anderen Lichter wieder an.
 
Nun brennen sie wieder: Friede Glaube Liebe und die Hoffnung!

*   Diese Geschichte wurde mir zugesandt und ich finde sie passend sie all meinen  e-storiesFreunden und Mitautoren für die Weihnachtszeit zu wünschen, verbunden mit gesundheitlichem Wohlergehen.

Frohe Weihnachten von Hildegard und Karl-Heinz

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