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Die große Jagd

 



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Honeybunny



Anmeldungsdatum: 04.03.2006
Beiträge: 1049
Wohnort: bei den Bienchen und Blümchen

BeitragVerfasst am: So März 13, 2011 2:37 pm    Titel: Die große Jagd Antworten mit Zitat

Matthis kam von seinem Aussichtspunkt auf einem Hügel gerannt, sprang auf sein Pferd und presste seine Fersen in die Flanken des überraschten Hengstes.
"Liandrin, schwing dich auf deine alte Mähre und gib Hufe, wenn du nicht am königlichen Galgen landen möchtest!" rief er und beugte sich tief über den Hals seines Pferdes.
Liandrin, welche gerade eben noch gemütlich im Schatten eines Baumes gesessen hatte, blickte überrascht auf, zögerte jedoch nicht und löste die Zügel ihrer alten Stute von einem Ast, und ritt Matthis nach.
"Was bei allen Göttern meinst du damit? Was hast du jetzt schon wieder angestellt?" schrie sie ihm hinterher und der junge Mann mit den sandblonden Haaren drehte seinen Kopf zu ihr. Der Schalk lies seine blauen Augen funkeln und seine weißen Zähne blitzten bei einem breiten Grinsen auf. Dann griff er in seinen Mantel und zog ein tiefschwarzes Schwert hervor.
Liandrin fluchte. "Ich schwöre dir, Matthis al´Vere, wenn ich der Gilde beigetreten bin, werde ich dir Manieren beibringen und dich als Wächter an mich binden, damit ich dich unter Kontrolle habe."
"Sollte die Gilde dieser verfluchten Hexen dich überhaupt aufnehmen, versteht sich." lachte Matthis und nickte nach hinten. "Beeil dich."
Die junge Frau, fast noch ein Mädchen sah zurück und ihre kohlefarbenen Augen weiteten sich. "Bei allen Göttern..." entfuhr es ihr und sie beugte sich ebenfalls tief über den Hals ihrer Stute.
Beinahe zwei Dutzend schwer bewaffnete Soldaten der Königin waren hinter ihnen her.
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Es lebe die Versultheit und ein Hoch auf Kokostanien!
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Schischa



Anmeldungsdatum: 02.05.2010
Beiträge: 29

BeitragVerfasst am: Sa Apr 09, 2011 12:25 pm    Titel: Antworten mit Zitat

"sie sind schneller als ich gedacht hatte ", fluchte sie leise und hoffte dass der große suchtrupp die beiden streuner noch nicht endeckt hatte. "Wäre ich dir doch bloß nie begenet, dann würde ich jetzt ein ruhiges und sachtes Leben führen und nicht wie ein wolf durch die gegend gejagd werden", zischte sie ihrem Begleiter zu, der sie nur amüsiert angrinste, wie der leichtsinnige Trottel der er war.
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Honeybunny



Anmeldungsdatum: 04.03.2006
Beiträge: 1049
Wohnort: bei den Bienchen und Blümchen

BeitragVerfasst am: So Apr 10, 2011 10:22 am    Titel: Antworten mit Zitat

"Dir wäre langweilig geworden, wenn du mich nicht getroffen hättest." er warf einen Blick nach hinten und grinste breit. "Das Schwert muss dem Königshaus sehr am Herzen liegen." Matthis tätschelte die schwarze Klinge. "Es ist aber auch ein schönes Schwert. Wenn wir schaffen, es zu verkaufen, wird unsere Reise nach Sendar wesentlich entspannter."

Damian starrte den Hauptmann seiner Garde wütend an. "Mir ist es egal, wie flink dieser Dieb war. Ich habe Euch Elfridor anvertraut. Ihr solltet es in den Tempel bringen und Fallandor persönlich übergeben. Wisst Ihr eigentlich WAS ihr da verloren habt? Bringt es mir zurück und den Kopf des Diebes gleich mit." Seine bernsteinfarbenen Augen funkelten zornig, als er dem blassen Hauptmann den Rücken zu kehrte. Er würde diese Jagd nicht diesen Stümpern überlassen. Wenn das Schwert in die falschen Hände fallen würde, wäre das Reich verloren.
Damians schwarz-silbernes Kettenhemd klirrte leise während er den langen Gang zu den königlichen Gemächern entlangeilte. Er musste Vorbereitungen treffen, doch zu allererst musste er seiner Mutter von dem Verlust berichten. Königin Joiya war keine schnell verzeihende Königin und ihr Gemüt war nicht gerade als zart und zurückhaltend bekannt.
Ohne anzuklopfen riss er die Tür zu den Gemächern der Königin auf, fiel sogleich auf ein Knie und neigte sein dunkles Haupt. "Mutter, erlaubt mir, mich für einige Zeit von Eurem Hof zu entfernen. Diebe haben das heilige Schwert gestohlen. Ich muss es zurück bringen."
Die Königin musterte ihn kritisch. "Lasst uns alleine." sagte sie zu ihren Hofdamen und winkte sie ungeduldig raus. "Und wenn eine von euch ein Wort über das hier gehörte verliert, verliert sie auch ihren Kopf."
Sie ging zu ihrem dunkelhaarigen Sohn und hob sein Kin an. "Hab ich in deiner Erziehung so versagt?" fragte sie ohne eine emotionale Regung in ihrem Gesicht. "Wann lernst du endlich anzuklopfen, ehe du das Gemach einer Frau betrittst?" tadelte sie und gab ihm ein Zeichen, sich zu erheben.
"Wie viele wissen bereits von unserem...Verlust?"
"Nur die königliche Garde, Mutter." antwortete Damian.
"Nun, mehr sollten es auch nicht werden. Du erhältst die Erlaubnis, dich von meinem Hof zu entfernen. Nimm dir die Männer, die du brauchst. Aber halte deine Zunge in Schach. Sollte die Nachricht über den Verlust Elfridors auf irgendwelchen Wegen nach Tel´Anor gelangen, wird König Sadon schneller vor unseren Toren stehen, als uns lieb ist."
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jan12345



Anmeldungsdatum: 08.06.2012
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: Mi Jun 13, 2012 11:03 am    Titel: Antworten mit Zitat

Die Verfolger kamen immer näher, da ihre Pferde besser genährt und ausgeruht waren als die der Diebe. Sie kamen sogar so nah, das die gut geschulten Elite Soldaten in Schuss nähe kamen um die Bögen Anzulegen. Was sicher keine leichte Sache ist beim vollen Galopp einen Bogen anzulegen und zu feuern. Aber dafür waren die Soldaten der Königin bekannt und gefürchtet.

Matthis bemerkte das nahende unheil zwar, aber in der offenen Steppe durch die sie Ritten war es schwer Deckung zu finden. Er rief Liandrin zu: „ Du darfst auf keinen fall nach hinten kucken ich bitte dich vom ganzen herzen.!“ Matthis wollte nicht das sie bemerkte in was für einer Gefahr sie waren. Er setzte sich mit seinem Ross hinter sie um sie vor den Pfeilen zu Schützen. Als Liandrin Matthis Manöver bemerkte konnte sie nicht anders als, nach hinten zu kucken obwohl Matthis ihr das Verboten hatte. Und bis jetzt hatte sie immer auf ihn gehört in solchen Situationen, da er immer genau wusste was zu tun ist um heil davon zu kommen. Aber dieses mal konnte sie nicht anders.

Ihr Blick wanderte über ihre Schultern nach hinten und in dem Moment als ihre Augen Matthis fixierten der genau hinter ihr ritt, durch bohrte ein Pfeil seine Brust und jetzt merkte auch Liandrian einen tiefen Schmerz, auch sie war getroffen wurden von einem Pfeil.


Zuletzt bearbeitet von jan12345 am Do Jun 14, 2012 11:07 am, insgesamt 5-mal bearbeitet
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Honeybunny



Anmeldungsdatum: 04.03.2006
Beiträge: 1049
Wohnort: bei den Bienchen und Blümchen

BeitragVerfasst am: Do Jun 14, 2012 8:49 am    Titel: Antworten mit Zitat

Mathis starrte auf den schlanken, schwarzen Pfeil, der aus seiner Brust ragte. Das ist nicht fair. Dachte er sich und glitt vom Rücken seines Pferdes. Das letzte, was er hörte, war ein kurzer Aufschrei von Liandrin. Danach versank die Welt um ihn herum in Finsternis.

Liandrin warf einen weiteren Blick zurück. Es schmerzte. Bei den alten Göttern, es tat so weh. Sie verdrängte den Schmerz in ihrem Schulterblatt in den letzten Winkel ihres Kopfes und beugte sich so flach wie möglich über den Hals ihrer Stute. Neben ihr tauchte das Pferd ihres Wegbegleiters auf. Das schwarze Schwert immer noch über den Sattel geschnallt. Sie versuchte das Tier fort zu scheuchen, doch es blieb an ihrer Seite und somit blieben auch die königlichen Soldaten an ihren Fersen. Während sie sich an die Zügel ihres Pferdes klammerte, schickte sie ein Stoßgebet nach dem nächsten an die alten Götter. Sie wollte nicht sterben. Sie wollte leben, sie wollte in die Gilde aufgenommen werden. Sie hatte noch so viel vor. Ahliha, ihre Stute, musste schneller rennen. Sie musste schneller sein als ihre Verfolger. Sie musste entkommen. Eine einzelne, heiße Träne rann über ihr Gesicht, als das Bild von Mathis vor ihrem inneren Auge vorbeizog.
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jan12345



Anmeldungsdatum: 08.06.2012
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: Do Jun 14, 2012 12:02 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ahliha keuchte und schnaufte , doch die alte Stute konnte nicht mehr schneller laufen.
Sie war verloren , das wusste Liandrin. Doch da erblickte sie am Rand der Steppe einen dichten Wald, wenn sie es schaffen würde den Wald zu erreichen wäre sie vielleicht gerettet. Zumindest hätte sie noch eine Chance. Sie gab ihrer alten Stute nochmal so doll die Sporen, das sie sich vor Schmerzen aufbäumte. "Tut mir leid meine alte Freundin." Flüsterte sie ihr ins Ohr.
Endlich erreichte sie den Wald, der aus ihr fremden Bäumen bestand, die in weiser Blüte standen. Die Verfolger waren in inzwischen auf einige Meter an sie rangekommen, so nah das sie ihre Schwerter gezogen hatten. Die Bäume rauschten an Ihr vorbei und sie war in eine Wolke aus weisen Blüten gehüllt die durch die Hufe ihrer Stute, vom Boden aufgewirbelt wurden.
Auf einmal wurde der Wald, für Bruchteile von Sekunden mit schreien erfüllt. Und dann kam die Stille, es waren keine Schreie, Stimmen und Pferde mehr zu hören. Wo waren ihre Verfolger sie hörte nichts mehr. Sie ritt noch einige Meter weiter und dann riss sie an den Zügeln um ihre Stute zu stoppen. Sie musste wissen was passiert war und kraft sich noch lange oben zu halten auf dem Rücken des Pferdes hatte sie sowieso nicht mehr. Als nach wenigen Augenblicken sich die Blüten gelegt hatten und sie wieder was sehen konnte. Sah sie ein Meer aus Blut und Köperteilen hinter sich. All ihre Verfolger samt ihrer Pferde waren tot und in Fetzen ihre selbst Zerrissen wurden.
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jan12345



Anmeldungsdatum: 08.06.2012
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: Do Jun 14, 2012 2:44 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Sie war gerettet, oder drohte ihr doch noch Gefahr die schlimmer war als die, die von ihren Verfolgern ausgegangen war. Den wer fast zwei Dutzent berittene Soldaten der Königin töten kann innerhalb eines Wimpern Schlages , musste die Verkörperung des Bösen seien, eine wahre Ausgeburt der Hölle. Nun Brach sie zusammen und die Dunkelheit hüllte sie ein. Der Pfeil in ihrer Schulter hatte seinen Dribut gefordert.

Als sie wieder zu sich kam war sie immer noch benebelt. Wo war sie und was war passiert? Sie lag auf einem Bett aber sie konnte nicht aufstehen, ihre Hände und Füße waren ans Bett gefesselt mit weichen Seiden Tüchern und die Fesseln waren auch nicht so fest das sie schmerzten, sie waren grade so fest das sie ihrem Lager nicht entkommen konnte. All so in Gefangenschaft der Königin konnte sie nicht seien, da wären ihre Fesseln wohl aus kalten Stahl gewesen und so eng das Blut in den Andern sich gestaut hätte, zudem wär ihr Lager nicht weich gewesen sondern eher ein kalter Boden in einem dunklen Verlies.

Liandrin versuchte sich umzusehen, wo zur hölle war sie? Rechts von Ihr gut fünf Meter entfernt war ein Kamin von dem eine behagliche Wärme ausging. Über dem ein goldenes Großes Wappen prangerte. Konnte das wirklich seinen? Sie kannte das Wappen aus den alten Schriften der Gilde die sie im letzten Jahr studiert hatte. Aber nein das konnte nicht wahr seien, es war das Wappen von König Samir dem einstigen uneingeschränkten Herrscher über die Gilde der Hexen. Aber er war schon seit 1000 Jahren tot er wurde damals auf dem Scheiterhaufen verbrannt mit seiner ganzen Familie.

Sie hörte schritte die näher kamen vom Flur vor ihren Zimmer, als die Schritte verstummten öffnete sich die schwere Eichentür die mit Bibelmotiven verziert war. Und ein Mann Trat in den Raum von sehr kräftiger und großer Statur, der in ein Mönchsgewandt gehüllt war. Nur seine Augen waren zu sehen unter der Kapuze das rechte Auge war rot und funkelte wie Feuer und das linke war so blau wie der tiefe tiefe Ozean von Karanta. Er hob seine Hände und die Fesseln lösten sich von Geisterhand. Liandrin war wie erstarrt, bis die dunkle, tiefe Stimme des Mannes sie aus ihrem Zustand der Regungslosigkeit riss. „Mein Gebieter bittet sie, das sie Ihm Gesellschaft leisten, jetzt wo ihre Wunden verheilt sind. Er erwartet sie im unteren Stockwerk in einer halben Stunde. Rechts neben ihrem Zimmer ist ein Bad dort können sie sich waschen und frische Kleidung liegt auch schon für sie bereit.“
„ Wo bin ich hier?“ Fragte Liandrin. Die Augen des Mannes blitzten auf und er erwiderte nur rau. „Keine Fragen jetzt mehr, mein Gebieter erwartet sie!“
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Honeybunny



Anmeldungsdatum: 04.03.2006
Beiträge: 1049
Wohnort: bei den Bienchen und Blümchen

BeitragVerfasst am: Sa Jun 16, 2012 10:08 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Die breite Treppe, welche Liandrin mit vorsichtig hoch gehaltenem Kleid hinabschritt schien zu einem großen Herrenhaus zu gehören. Das himmelblaue Kleid, welches sie im Nebenraum gefunden hatte, saß beinahe perfekt, es war nur ein wenig zu lang, als wäre es für eine weitaus größere Person gedacht gewesen.
Unschlüssig sah sie sich am Ende der Treppe um und entschied sich für den Raum, in welchem sie Kerzenschimmer sah. Nervös betrat sie das große Zimmer und der verführerische Duft von frisch gegrilltem Fleisch stieg ihr in die Nase und ihr wurde wieder bewusst, wie lange sie schon unterwegs gewesen war und dass ihre letzte gute Mahlzeit schon lange her war. Ihr Blick fiel auf einen hochlehnigen, reich verzierten Stuhl auf welchem ein hochgewachsener Mann mit stahlgrauen Haaren und tiefschwarzen Augen saß. Neben ihm stand eine junge Frau...nein, jung war sie nicht. Aber auch nicht alt. Liandrin hatte Schwierigkeiten der Frau mit den opalartig schimmernden Augen ein Alter zu zuweisen. Sie mochte so alt sein wie sie selbst, oder jünger, oder auch weitaus älter. Und sie hielt das Schwert in der Hand, welches Mathis geklaut hatte.

Mathis stöhnte, als der Pfeil aus seiner Brust gestoßen wurde und seine Augenlieder flatterten.
"Wird er überleben?" fragte eine harsche männliche Stimme.
"Ich bin mir noch nicht sicher. Eure Männer hätten diesen Dieb beinahe umgebracht. Ein paar Zentimeter weiter rechts und er wäre in der letzten Umarmung der großen Mutter." erklang eine weibliche Stimme und eine unglaublich brennende Flüssigkeit wurde auf Mathis Brust aufgetragen.
"Bei den alten Göttern, wollt Ihr mich umbringen?" schrie er und bäumte sich auf.
Die alte Frau, dem roten Gürtel nach eine Heilerin, drückte ihn mit erstaunlicher Kraft wieder zurück auf das einfache Bett. "Keine Sorge, wir bringen dich erst um, wenn wir das haben, das du gestohlen hast. Und die Geister sind der Meinung, dass nur du es uns bringen kannst." Mit gelassener Miene, als hätte sie soeben vom Wetter gesprochen, packte sie eine grünliche Masse auf die Pfeilwunde in seiner Brust und fing mit stoischer Ruhe an, die Wunde zu verbinden.
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Honeybunny



Anmeldungsdatum: 04.03.2006
Beiträge: 1049
Wohnort: bei den Bienchen und Blümchen

BeitragVerfasst am: Do Jun 18, 2015 1:28 pm    Titel: Antworten mit Zitat

„Wo bin ich hier? Und wer seid Ihr?“ entwich es Liandrin.
Das Gesicht des Mannes blieb ausdruckslos, es war die Frau, die mit einer betörenden Stimme antwortete. „Du befindest dich in der Gegenwart des erhabenen König Sadon, Herrscher Tel´Anors, Vorsitzender des Dunklen Rates und Verteidiger der Wahren Macht.“
Liandrin hob eine Augenbraue. „Und wo befinde ich mich hier? Wohl kaum in Tel´Anor, so lange war ich nicht bewusstlos…oder?“ ihr wurde bewusst, dass sie eigentlich eine Pfeilwunde haben müsste, ihr aber nichts wehtat.
Die schwarzen Augen des Königs funkelten kurz und wieder war es die Frau, die antwortete. „Du befindest dich an der Grenze zu den Vereinten Reichen von Tel´Anor. Deine Wunde wurde durch unsere Meister geheilt. Du bist hier, um uns den Schwertträger zu bringen.“
„Wer soll das sein? Ihr habt doch das Schwert?“
„Der, der es aus der heiligen Fassung genommen hat. Der, dessen Blut es geprägt hat.“
Liandrins Gedanken schwirrten. Sie konnten doch nicht Mathis meinen…obwohl….er hatte das Schwert gestohlen, woher auch immer, und sein Blut war definitiv auf die Klinge gekommen…aber ob er noch lebte….sie bezweifelte es. Liandrin sprach ihre Gedanken aus und die Frau schüttelte den Kopf.
„Er lebt. Er wird nach dem Schwert suchen, unter Bewachung von Königin Joiyas Elitesoldaten…und ihrem Sohn.“ die letzten Worte spuckte sie beinahe.
„Und was ist, wenn ich das nicht mache?“
Der König stand auf, ging die zwei Stufen zu ihr hinab und sah ihr aus seinen tiefschwarzen Augen direkt in die ihren. „Dann werde ich dich töten.“ Diese Worte kamen nicht über seine Lippen. Die tiefe, raue, einlullende Stimme erklang direkt in ihrem Kopf und das Echo verklang nur langsam.
Die junge Frau wich einen Schritt zurück, doch Sadon ging bereits an ihr vorbei. „Arynja wird dich begleiten.“ Diese Worte sprach er, ehe er den Raum verlies…oder auch nicht. Auf jeden Fall war er weg, als Liandrin sich umdrehte und die schwere Tür war immer noch geschlossen.
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Honeybunny



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BeitragVerfasst am: Mi Jul 08, 2015 12:51 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Damian betrachtete den jungen Mann vor sich abwertend. Und dieser Kerl hatte das Schwert geklaut? Er fragte sich, wie er das hinbekommen hatte. Sicher, er war groß, gut gebaut und wirkte nicht dumm, aber er wirkte auch nicht wie ein Dieb. „Warum hast du das Schwert geklaut?“ fragte er.
Mathis hustete und bereute es sogleich, sein ganzer Oberkörper war ein einziger Schmerz. „Ich weiß es nicht.“ presste er mühsam hervor.
Die alte Frau sah den Prinzen strafend an. „Er muss sich ein paar Tage erholen, das Mittel wird heute Nacht zu wirken anfangen, aber sein Körper braucht Erholung, sonst kippt er Euch tot vom Pferd.“
Damian verzog sein Gesicht. „Jede Sekunde zählt…wenn das Schwert Sadon in die Hände fällt…“
„Das ist es schon.“ unterbrach ihn die Frau barsch. „Aber um es zu nutzen, brauchen sie diesen hier. Er hat die Klinge geprägt. Das Schwert hat ihn erwählt.“
„Wie kann ein Schwert jemanden erwählen?“ fragte Damian.
„Es ist ein magisches Schwert Ihr Hornochse. Er hatte keine andere Wahl als es zu stehlen. Vermutlich hat es ihn sogar zu sich gelockt. Deswegen brauchen wir ihn. Sein Ruf wird ihn wieder ereilen.“
Damians bernsteinfarbene Augen leuchteten gefährlich auf. „Habt Ihr vergessen, mit wem Ihr redet?“
„Nein, habt Ihr es?“ entfuhr es der Frau und sie rauschte aus dem Raum.
Der Prinz sah ihr wutentbrannt hinterher. „Irgendwann wird sie für ihr Verhalten büßen…“ murmelte er.
„Sie ist ziemlich herrisch, was?“ erklang die leise Stimme von Mathis und Damian hatte ein Opfer für seine Wut gefunden.
Schneller als ein Wimpernschlag war das Gesicht des Prinzen direkt vor dem seinen, die Augen funkelten wie geschliffene Edelsteine. „Wenn Ihr mir das Schwert nicht zurück bringt, verspreche ich Euch, dass ich euch die Haut von Euren flinken Fingern ziehen und jeden einzelnen danach von Hunden abkauen lassen werde.“ mit diesen Worten rauschte auch er aus dem Zimmer.

Liandrin saß auf einem Pferd, das schöner und edler nicht sein konnte, doch sie konnte das Gefühl nicht abschütteln, dass damit etwas nicht stimmte. Es tat nichts ungewöhnliches, reagierte auf jedes noch so kleine Kommando, auf jeden Schenkeldruck und dennoch fühlte es sich bösartig an. Als wenn es darauf wartete, dass sie einen Fehler machte um sie dann abzuwerfen und zu zertrampeln.
„Arynja, was passiert, wenn Sadon das Schwert hat?“
Die Frau mit den blaugrünschimmernden Augen würdigte sie keines Blickes. „Er wird sein Machtbereich erweitern und sich das zu Eigen machen, was ihm zusteht.“
„Und was steht ihm zu?“ fragte Liandrin weiter.
Die Frau lächelte und Liandrin lief es eiskalt den Rücken hinab als der Blick der kühlen Augen auf sie traf. „Alles.“
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Honeybunny



Anmeldungsdatum: 04.03.2006
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BeitragVerfasst am: Di Mai 24, 2016 1:22 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Mathis erwachte am frühen Morgen aus einem unruhigen Schlaf. Er hatte geträumt…wirres Zeug….von ihm in einer schwarz-silbernen Rüstung, wie er das Schwert, welches er geklaut hatte, hoch hielt und hinter ihm eine Armee heranrückte um mit ihm gemeinsam gegen eine weitere zu kämpfen. Eine Armee des Grauen, angeführt von….er schluckte und schüttelte den Kopf um den Gedanken los zu werden. Liandrin würde niemals eine dunkle Armee anführen. Sie wollte sich den Weisen Frauen in Sendar anschließen, wollte dort lernen die Zukunft zu deuten, Menschen zu helfen und die Kräfte der Natur zu verwenden…..er sah aus dem kleinen Fenster in seiner Kammer. Die Sonne war bereits ein leichter rötlicher Schimmer am Horizont und der silbrige Vollmond stand noch am äußersten Himmelseck. Es zog ihn dort hinaus. In den Norden….er verspürte ein starkes Verlangen danach, dorthin zu gelangen. Wohin genau, das wusste er nicht. Mathis Hand glitt zu der Stelle wo sich die Pfeilwunde befand. Sie schmerzte noch, aber es war bei weitem nicht so schlimm, wie es eigentlich hätte sein sollen. Diese Heilerin…war sie vielleicht auch eine von den Weisen Frauen Sendars? Er sah sich in dem Zimmer um und entdeckte einen kleinen Schrank, in dem er auch Kleidung fand. Nicht seine eigene, aber sie schien ganz gut zu passen.
Nachdem er sich angekleidet hatte, ging er zur Tür und lauschte angestrengt. Als er mehrere Minuten keinen Laut hörte, öffnete er sie und sah sich zwei bis an die Zähne bewaffnete Wachen gegenüber. Einer davon grinste. „Wenn aus einem Zimmer Geräusche kommen und es dann plötzlich ganz still wird, ist es klar, dass man selbst belauscht wird, Junge. Wie bei allen Göttern hast du das Schwert stehlen können, ohne aufgeknüpft zu werden?“
Mathis lächelte schief und deutete auf den Verband, der durch das Hemd durchschien. „Bin ich doch am Ende auch.“
Die beiden Wachen lachten. „Geh zurück, alleine wirst du den Palast nicht verlassen. Wir passen auf dich auf…keine Sorge.“
Seufzend schloss Mathis die Tür und lies sich wieder auf das schmale Bett fallen. Verflucht sollte dieses Schwert sein.
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