Andreas Gritsch

Elvis, Silberfisch und Morgentau

 
 
 
 
 
 
 
 
Vom Glauben an die eigene Erinnerung abgekommen schuf sich Max ein Diagonalbild der Wirklichkeit, indem er, in für ihn bedrückenden Situationen, alle Beteiligten mit Elvis-Pose zu sehen versuchte.
Lange jedoch, die Welt aus diesem Blickwinkel zu betrachten, hielt sein Vergessen nicht an, weil ihm schon sehr bald der Gestank einer nächsten Aufbesserung, durch alle Öffnungen aus dem Boden, in seine ansonsten nicht allzu empfindliche Nase zog.
Immer dann wollte Max eigentlich keinen Atemzug mehr tun, doch fügte sich in jeder Entbehrung ein Teil seiner Erinnerung wieder im Suchen nach dem Glauben an etwas Schönes hinzu.
 
Letztendlich sah Max also ein, daß eine positive Theorie nicht als Vorstellung für sein Leben gelten kann. Die Natur ist sein Grundsatz und diese muß für das Lebewesen Mensch, wenn auch zum Himmel stinkend, organisiert werden. Denn Morgentau glänzt in seiner Beschaffenheit auch ohne menschliche Existenz wunderschön im Licht der Sonne, doch friedliche Stille mag sich nur einstellen, wenn sie nicht besungen wird.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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