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Aus der Kategorie „Science-Fiction“ (Kurzgeschichten):

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Die Geschichte wurde 661 mal gelesen.


Karl Bednarik

Heißer Dampf

 
 
Vorsicht bei Maser, Laser, und Phaser,
denn die ersteren beiden gibt es ja schon.
 
18 Kilogramm Wasser würden bei einer Temperatur von 0 Grad Celsius
und einem Druck von 1 Atmosphäre 22,4 Kubikmeter Dampf ergeben, wenn
das Wasser bei dieser Temperatur gasförmig wäre (Kilomolvolumen).
 
18 Kilogramm Wasser geben bei einer Temperatur von 100 Grad Celsius und
einem Druck von 1 Atmosphäre 30,6 Kubikmeter Dampf ( 22,4 * 373 / 273 ).
 
Der Körper des Menschen enthält rund 67,9 Prozent Wasser, das sind
bei 70 Kilogramm Körpergewicht rund 47,5 Kilogramm Wasser.
 
Bei einer Temperatur von 100 Grad Celsius wären das 80,8 Kubikmeter
Wasserdampf, die einen 3 Meter hohen Raum mit einer Grundfläche
von 5,2 Meter mal 5,2 Meter restlos ausfüllen könnten.
 
Nachdem die Verdampfung schlagartig ablaufen würde, würde es neben
den Verbrühungen auch noch eine kräftige Druckwelle geben.
 
Falls das Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt werden würde,
dann würde das die Sache noch viel schlimmer gestalten, weil man
dann eine Wolke aus Knallgas erzeugen würde, die dann später selbst
explodieren würde ( 2 H2 + O2 = 2 H2O ).
 
Falls auch nur 1 kg Masse in Energie verwandelt werden würde, dann
würde das 21,5 Megatonnen TNT-Äquivalent Sprengkraft freisetzen.
 
Vermutlich leitet der Phaser die verdampfende Materie in den Subraum ab.
 
Immer wenn ein Handphaser, bei einem Abstand zwischen dem Schützen
und dem Opfer von weniger als 10 Metern, das Opfer restlos verschwinden
lässt, stellt sich die Frage, warum der Schütze nicht von einer
kochend heißen Druckwelle umgehauen wird.
 
Irgendwo muss die Materie des Opfers ja auch hinkommen,
oder zu irgend etwas anderem umgewandelt werden.
 
Es ist im Zusammenhang mit dem Phaser immer die Rede von
Energie, und vom Vaporisieren, was Verdampfen bedeutet.
 
Wenn man die verdampfende Materie nicht in den Subraum ableiten will,
dann könnte man sie auch in die unschädliche Neutrinostrahlung umwandeln.
 
Dabei stellt sich allerdings die Frage, wie man die Baryonen
in die Leptonen umwandeln will.
 
Am besten verwendet man dafür den Tunnelprozess nach
Fürst Klaus von Irrwitz.
 
Heiß, heißer, heißasa.
 
Bei einer Atmosphäre, einem bar, oder 100000 Pascal gilt:
 
Das Volumen eines Kilomols Wasserdampf, das sind 18 Kilogramm, beträgt
22,4 Kubikmeter mal ( Temperatur in Grad Celsius + 273 ) geteilt durch 273.
 
Wie man sieht, kommt bei 0 Grad Celsius 22,4 Kubikmeter heraus.
 
Bei 273 Grad Celsius sind es dann schon 44,8 Kubikmeter.
 
( Temperatur in Grad Celsius + 273 ) bedeutet Temperatur in Kelvin,
und nicht in Grad Kelvin.
 
Warum man nicht "Grad Kelvin" sagt, weiß ich nicht.
 
Die anderen 32,1 Prozent des Opfers rieseln vermutlich völlig
unauffällig als Asche zu Boden.
 
 

 

Anmerkungen von Karl Bednarik zur Kurzgeschichte:


Ein besonders abschreckendes Beispiel aus
Star Trek: The Next Generation (TNG),
Yuta, die Letzte ihres Clans (The Vengeance Factor).

Bei der Video-Zeit 7:14 wird Yuta in direkter
Nähe zu mehreren Personen restlos aufgelöst.

http://www.youtube.com/watch?v=ubWcXQ64S8U

Falls das Video nicht läuft, ist hier noch ein Bild von Blacks Tod:

http://de.memory-alpha.org/wiki/Datei:Blacks_Tod.jpg

Ein positives Beispiel:

Der deutsche Science-Fiction-Autor Karl-Herbert Scheer
hat in seinen Romanen die schlagartige Expansion
hoch erhitzter Gasmassen immer physikalisch korrekt beschrieben.






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Die Geschichte wurde auf Wunsch von Karl Bednarik auf e-Stories.de aufgenommen - Vielen Dank!
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 08.05.2011. - Infos zum Urheberrecht




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