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Bewertung / Kommentare (2):
(Durchschnitt 2.2 - 5 Benotung/-en)
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Carl-von-Weinberg Schule, Klasse 7Gb

Als ich zum Star der Schule wurde... (Sabrina M.)

1. Kapitel

Die Abschlussfeier unserer Schule stand an und so hatte Kathi, ein Mitglied der Schulband mal wieder einen ihrer großen Auftritte. Doch es schien der letzte Auftritt zu sein den Kathi und die anderen Schulband Mitglieder hatten. Denn auch sie verließen nach diesem Schuljahr die Schule.
Alle, so dachte ich es mir, würden feiern, lachen, abtanzen und sich einfach nur freuen endlich nicht mehr auf dieser Schule zu sein. Ich würde wohl die Einzige sein, die sich nicht freuen konnte. Soweit ich denken konnte, wollte ich immer den Platz von Kathi in der Schulband einnehmen und mich feiern lassen. Es war immer mein größter Traum gewesen, dass alle mir zujubelten und ich fühlen konnte, dass ich gut war. Doch ich hatte es nie geschafft besser zu sein als Kathi. Es kränkte mich jedes Mal wenn wieder eine Feier war und Kathi der Hit war.
Alle mochten Kathi. Ich muss zugeben sie war wirklich nett und nicht zu sehr eingebildet wie man es eigentlich von dem Höhepunkt aller Feiern der Schule zu erwarten hätte. Doch ich konnte sie einfach nicht ausstehen weil sie besser als ich war. Ich weiß, dass es dumm war, sie nur deswegen nicht zu mögen. Aber ich konnte meine Eifersucht und Wut einfach nicht abstellen. Ich hätte womöglich alles dafür getan nur um besser zu sein als sie und um ihren Platz einzunehmen.
Ich hatte wohl nie wirklich mein Bestes gegeben. Denn sonst hätte ich nun auf der Bühne gestanden und alle hätten geklatscht.
Lange hielt ich es nicht aus, bei Kathi und den jubelnden Leuten. Also verzog ich mich erst einmal für eine Viertelstunde im Klo und schminkte meine Augen nach.
Als ich in den Spiegel sah seufzte ich laut und dachte: „So ein Star wie Kathi werde ich wohl nie und so gut aussehen wie sie erst Recht nicht.“
Plötzlich ging die Tür auf: „Hey Mädels, habt ihr schon gehört? Ich habe eben mit Tommy getanzt! Dem süßen Schnuckel aus der 12ten. Habe auch seine Nummer, ich glaub zwischen uns das wird bald was.“ Verträumt schaute Denise, dass Girl, das mit Tommy getanzt hatte zur Decke.
Ich ging schnell aus dem Bad und zurück auf die Tanzfläche.
Da geschah das unglaubliche: Ich tanzte wild herum, ließ mich von dem Fluss der Technomusik gleiten und sang einfach aus meinem Bauch heraus. Ich merkte nicht, dass sich ein Kreis um mich gebildet hatte und alle im Takt klatschten. Doch plötzlich war mir alles um mich herum egal. Die Scham war einfach wie weggeweht und Kathi stand einsam und verlassen an ihrem Mikrofon und wartete darauf, dass die Leute sich wieder ganz ihr widmeten. Dies geschah aber den restlichen Abend über nicht und alle hörten nur mir zu.

2. Kapitel

Am nächsten Morgen wachte ich mit dröhnendem Kopf auf und verspürte starke Kopfschmerzen. Als ich versuchte aus meinem Bett aufzustehen, fiel ich sofort wieder zurück auf meine Decke und sah alles um mich herum nur verschwommen als ein Gemisch aus Farben.
Ich griff an die Schublade meines Nachttisches, machte diese auf, holte eine Aspirintablette heraus und steckte sie mir in den Mund. Ich hasste diesen Geschmack, aber ich wusste, dass es das einzige Mittel war, um diese fürchterlichen Kopfschmerzen loszubekommen.
„Schatz du musst aufstehen es ist schon spät. Du kommst noch zu spät zur Schule!“ rief mir meine Mutter aus der Küche zu. „Ja, ja Mama ich komme ja schon.“ Brüllte ich zu ihr hoch, damit sie es auch hören konnte. Ich gab mir die größte Mühe aufzustehen und zu meiner Verblüffung schaffte ich es auch. Torkelnd stieg ich langsam die Treppenstufen hoch.
Als ich nach einer guten halben Stunde endlich fertig war, machte ich mich auf den Weg zur Schule.
Dort angekommen schauten mich alle sehr respektvoll an. Ich fragte mich was wohl los sei aber machte mir darüber nicht weiter einen Kopf und sah nach ob ich auch alle Hausaufgaben für den heutigen Tag hatte.
Sicher war ich keine Streberin aber ich wollte auch nicht das auf einmal ein Brief an meine Mutter geschickt wurde und wollte somit den unnötigen Stress daheim vermeiden.
Da kam auf einmal wie aus dem nichts Jenny, meine beste Freundin angerannt: „Mensch Sabi, das was du da gestern gebracht hast war echt eine Spitzenleistung. Du bist der neue Superstar der Schule. Kathi war gestern, heute bist du die Nummer 1!“
Verblüfft starrte ich Jenny an. Ich wusste nicht Recht was sie damit meinte was sie gerade gesagt hatte. Doch da flogen mir plötzlich wie von einem zerrissenen Film Bruchteile von dem was gestern passiert war vor dem Gesicht herum.
Ich erinnerte mich wieder daran wie ich gestern mit dem Strom der Musik geschwommen war und wie ich einfach drauf los gesungen hatte.
Alle Mitglieder der Schulband außer Kathi kamen auf mich zu und schüttelten meine Hand. Sie sagten, dass ich gestern mit so viel Energie und mit so viel Gefühl gesungen hätte wie noch nie jemand vor mir auf dieser Schule und sie hätten mich gerne als neue Sängerin der Schulband. Ich wusste nicht Recht was ich dazu sagen sollte und fragte: „Was ist mit Kathi?“ „Wir haben uns gestern sehr zerstritten und sie sagte das sie keine Lust mehr habe in der Schulband zu sein. Und dann kamst du und wir wussten wen wir jetzt haben wollten! Also, was sagst du?“ sagte einer der Schulbandmitglieder.
Ich nahm den „Vertrag“ an und noch am selben Tag brachten wir einen neuen Song der sich in den nächsten Wochen darauf über 5.000 Mal an unserer Schule als CD verkaufte!



Von: Sabrina M.




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Die Geschichte wurde auf Wunsch von Carl-von-Weinberg Schule, Klasse 7Gb auf e-Stories.de aufgenommen - Vielen Dank!
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 28.03.2004. - Infos zum Urheberrecht




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coverDen Wind jagen: Haiku von Heike Gewi

Alle Haiku-Gedichte in "Den Wind jagen" von Heike Gewi sind im Zeitraum von Januar 2008 bis 2012 entstanden und, bis auf einige Ausnahmen, als Beiträge zur World Kigo Database zu verstehen. Betreiberin dieser ungewöhnlichen Datenbank ist Frau Gabi Greve. Mit ihrer Anleitung konnte das Jemen-Saijiki (Yemen-Saijiki) systematisch nach Jahreszeitworten für Bildungszwecke erstellt werden. Dieses Jahr, 2013, hat die Autorin die Beiträge ins Deutsche übersetzt, zusammengefasst und in Buchform gebracht. Bei den Übersetzungsarbeiten hat die Autorin Einheimische befragt und dabei kuriose Antworten wie "Blaue Blume – Gelber Vogel." erhalten. "Den Wind jagen" heißt auch, Dinge zu entdecken, die sich hoffentlich nie ändern. Ein fast unmögliches Unterfangen und doch gelingt es diesen Haikus Momente und zeitlose Gedanken in wenigen Worten einzufangen und nun in dieser Übersetzung auch für deutschsprachige Leser zugänglich zu machen.

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