Ingrid Hanßen

Buchvorstellung: Heike und die Elfe

Heike, ein Mädchen von 10 Jahren geht nicht gerne zur Schule, da sie von den Mitschülern meist ausgegrenzt wird. So träumt sie sich im ferne Welten mit wundersamen Wesen. Eines Tages lernt sie eine Elfe kennen, die ihr viele der Kleinstlebewesen des Waldes näherbringt. Sie lernt durch sie die Ameisen, Bienen, Spinnen und andere Tiere aus einer anderen Sicht zu sehen. Viele der Tiere sind hinterher für sie nicht mehr "Ihh" und "phui".

Sie erkennt, dass man auch vieles auf Menschen übertragen kann.

Ein wie ich finde sehr unterhaltsames Buch mit vielen Bildern, Rätseln und auch Rezepten, nicht nur für Mädchen. Ein Buch, dass nicht nur zum Lesen, sondern auch zum aktiven Mitmachen anregt.

Ich versuche auf diese Art und Weise den Kindern näher zu bringen, wie interessant und spannend doch ein Buch sein kann.

Ein Buch ideal für Lese- Einsteiger oder auch für Lesemuffel.



Leserprobe:

Sie lotste Heike von der Eiche aus auf einen Ameisenhaufen zu. "Iih!", rief Heike da: "Da kribbelt und krabbelt alles, da mag ich nicht hingehen." Sie schüttelte sich bei dem Gedanken an Ameisen auf ihrer Haut. Aber die Elfe meinte nur dazu: "Hör dir doch erst einmal an, was ich über die Ameisen zu erzählen habe, dann urteile über sie." Heike erfuhr, dass diese eine Königin besitzen, die zwischen 15 und 20 Jahre alt werden können. Das hatte sie von so einem kleinen Tier nicht erwartet. Weiter erzählte die Elfe, dass sie ein staatenbildendes Volk sind, das bis zu 500 000 Ameisen in einem großen Ameisenhaufen beherbergen kann.
Dieser Bau kann eine Höhe von über 1 Meter erreichen und sich bis zu 2 Meter unter der Erde in unterirdische Gänge erstrecken. Heike wusste nicht, dass sich ihre Haufen in mehrere Kammern unterteilen. Einer ist ganz alleine für die Königin, die den ganzen Tag damit beschäftigt ist für ihr Volk Eier zu legen.

Aus diesen schlüpfen dann entweder die Männchen oder Arbeiterinnen. Doch bevor dies geschieht werden die einzelnen Entwick-lungsstadien sorgfältig in ihren jeweiligen Kammern gepflegt. Da wären zuerst die Eier, aus denen die Larven schlüpfen. Diese werden dann in einer Art Kinderstube sorgfältig verpflegt und bewacht. Dies geschieht bis zu ihrer Verpuppung. Danach werden sie in eigens dafür eingerichtete Kammern gebracht, wo aus den ausgereiften Puppen dann nach einiger Zeit neue Ameisen schlüpfen.


Heike erfuhr auch einiges über ihren Speiseplan. Dazu gehörten Früchte, Samenkörner, der Honigtau der Blattläuse und viele schädliche Insekten. Eine Armee kann an einem Tag bis zu 50 000 Larven von schädlichen Insekten zum Ameisenhaufen bringen. Die Bewohner eines Staates bringen in einem Sommer bis zu 50 kg Nahrungsmittel zusammen. Zum Teil gehören dazu auch tote Tiere, die auf dem Waldboden liegen, welche von den Ameisen sorgfältig zerlegt und zum Bau gebracht werden.
Auf diese Weise räumen sie auch den Waldboden in einem fast 100 Meter großen Umkreis ihres Hügels auf. Denn, stell dir mal vor, alle Tiere, die im Wald sterben, würden einfach so liegen bleiben. Heike war stark beeindruckt. So hatte sie es noch nicht gesehen. Für sie waren die kleinen, krabbeligen Waldbewohner nun nicht mehr "igitt".

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 2005-10-01. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).