Maren Frank

Buchvorstellung Das Geheimnis der Insel

 Der in vielen Wissenschaften gelehrte Zauberer Arktikus unternimmt mit seiner ebenfalls zauberkundigen jungen Assistentin Sina eine Reise aufs Meer. Doch schon bald geraten sie in ein schlimmes Unwetter und ihr Boot kentert. Eine Gruppe Delfine bringt sie zu einer Insel, doch der Anführer der Delfine warnt sie, dass auf dieser Insel nicht alles so paradiesisch ist, wie es auf den ersten Blick scheint.
Bei den Schwestern Ajana und Izzy finden Arktikus und Sina Unterschlupf. Sie lernen Drachen, Meermenschen und Hexen kennen, schwimmen mit Delfinen, helfen einem Riesen und entdecken, dass auf der Insel vieles ganz anders ist, als es auf den ersten Blick scheint. Es gilt das Rätsel der Insel zu lösen.




Leseprobe:

Auf einem davon saß Izzy, die Hand eines helllila Drachen haltend. Ein Flügel des Drachen hatte sich beschützend um die Schultern des Mädchens gelegt. Das Gesicht des Wesens wurde fast vollständig von großen, dunkelvioletten Augen mit langen schwarzen Wimpern beherrscht.
Sina blieb der Mund offen stehen. Natürlich hatte sie schon von Drachen gehört, das hatte schließlich jeder. Selbst ihre kleinen Geschwister waren ganz wild auf Geschichten über Drachen, die Feuer spieen und durch die Luft flogen, dabei ganze Dörfer in Angst und Schrecken versetzten. Reflexartig hielt sie Arktikus fest, der auf den Drachen zugehen wollte.
„Bist du wahnsinnig? Das ist ein Drache.“
„Ja, das sehe ich.“ Arktikus schob sie sanft, aber mit Bestimmtheit von sich und trat näher. „Nur, weil das hier ein Drache ist, muss er nicht gleich gefährlich sein.“
Sina sah die weißen Zähne, die rechts und links aus dem geschlossenen Maul herausschauten und wovon es sicher noch eine ganze Menge mehr gab. Die Haut wirkte überraschend glatt, sie konnte die einzelnen Schuppen gar nicht erkennen.
Die Flügel wirkten dünn, fast transparent. Der lange, mit weißen Hornspitzen besetzte Schwanz dafür umso kräftiger. Ein Schlag davon und Arktikus und sie waren Geschichte.
„Du bist ein kluger Mann“, sagte der Drache mit melodiöser Stimme und stand auf. So auf den Hinterbeinen stehend überragte er Arktikus um gut zwei Köpfe. „Mit solchen Vorurteilen hat mein Volk ständig zu kämpfen.“
Auch Izzy hatte sich erhoben. „Das ist Arktikus, ich habe dir eben von ihm erzählt. Und das da Sina. Du kannst ruhig näher kommen, Talia würde niemals ohne Grund einen Menschen angreifen.“
Davon war Sina zwar nicht ganz überzeugt, aber feige im Hintergrund stehen war noch nie ihre Art gewesen. Allerdings hatte sie ziemlich weiche Knie, denn so von nahem wirkte der Drache doch reichlich Furcht einflößend. Zumal er jetzt auch noch den schmalen, auf einem langen dünnen Hals sitzenden Kopf vorstreckte und an ihr schnupperte.
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 2005-10-09. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).