Franz Supersberger

Buchvorstellung: Alles Schlagloch



Franz Supersberger
Alles Schlagloch
TagGedanken
Vlg. Books on Demand
ISBN 3-8334-3837-1
Seiten 191
€ 13.80
01/ 2006

Texte aus dem Internet - Tagebuch "schlagloch"
Im Weblog erschaffe ich mein Leben und meine Welt neu. Jeder Eintrag im Weblog ist ein Eintrag über mich und meine Umgebung. Unsere erlebte Wirklichkeit ist eine Konstruktion unseres Gehirn. Schreiben ist eine Möglichkeit die Fragen des Leben und der Welt zu beantworten.

Beschreibung:

INHALT

Seite 5
Die neuen Wahrzeichen in den Dörfern sind die haushohen Reklameschilder der Supermärkte...
Seite 33
Wenn im Krankenhaus die Tür vom Aufnahmezimmer hinter einem zufällt, ist man von der Außenwelt getrennt..
Seite 63
Schon viele die aus dem Tal fliehen wollten sind mit dem Kopf gegen die Felswände gerannt. Der Berg lässt niemanden vorbei...
Seite 92
Wirklicher Urlaub ist, wenn es zwischen den Urlaubspartnern im Urlaub zu keinen Streit kommt. Lust auf Urlaub...
Seite 117
Man spürt, dass diese warmen Tage die Lletzten in diesem Jahr sein können. Umso heftiger wird getanzt...
Seite 151
Ein Drittel seiner Lebenszeit verbringt der moderne Mensch in einem Verkehrsmittel um letzten Endes doch wieder daheim anzukommen...

Texte aus dem Internet -Tagebuch "schlagloch".

LESEPROBEN:

25.07.2003 FREI . HEIT
Die größte Freiheit erwarten wir uns in der Freizeit. Wir sehnen uns alle nach Freiheit und legen uns meistens neue Fesseln an. Wo bleibt die Freiheit, wenn wir unsere Freizeit nach einem Freizeitplan organisieren, die sportliche Betätigung sich den neuesten Trendsportarten zuwendet und der Gedanke an das gesundheitsbewusste Leben das Wochenende bestimmt? Dies ist keine Freiheit wenn der Beruf, die öffentliche Stellung es erfordert bei verschiedenen Veranstaltungen dabei zu sein und es Pflicht ist, an bestimmten Festen mitzuarbeiten.
Die Freiheit wird zur Zwangfreiheit.

17.08.2003 BLASTER . WORM
Als Neugetaufter der Computerwelt habe ich vor dem Altar, dem Computerbildschirm, Platz genommen und wartete darauf in die weite Welt des Glaubens, das Inter-net, einzutreten. Da erscheint auf dem Bildschirm eine übernatürliche Botschaft, ein Textfeld mit dem Hinweis: "Sie haben noch sechzig Sekunden Zeit um Texte zu speichern und Programme zu schließen, dann wird ihr Computer heruntergefahren und abgeschaltet." Einen Neugetauften trifft diese Botschaft unerwartet und unvorbereitet. Es wird kein Jahrhundert mehr vergehen und es könnte passieren das, wenn man morgens den Computer einschaltet ein Inserat erscheint mit dem Text: "Sie haben noch sechzig Minuten Zeit um sich von ihrer Familie zu verabschieden und ihre Hinterlassenschaft zu regeln, dann wird ihr Leben heruntergefahren und abgeschaltet."
Vieles, was in der Vergangenheit für die Zukunft gedacht worden ist, ist von der Wirklichkeit überholt worden.

Kommentare:
H. am 18. August 2003 um 22:34
Wie wär's mit: Sie haben noch sechzig Sekunden, dann wird die Welt runtergefahren!


15.06.2004 KUNST . KUH
Im Grazer Kunsthaus, ein UFO dem eine saubere Landung zwischen den Altstadthäusern neben der Mur gelungen ist, öffnet sich die Kunst auch den Babys. Am Vatertag konnte man sehen, wie die Väter mit ihren Babys im Brustbeutel durch die Ausstellung "Living in Motion" spaziert sind. Die Stadtkinder kommen früher in das Kunsthaus als in den Kuhstall. Sie kennen die Haustiere als Kunstobjekte, mutiert zu Kunstgegenständen. In Politzen sehen die Babys früher den Kuhstall und vielleicht nie ein Kunsthaus. Es ist alles eine Frage des Geburtsortes.
Ein Leben für die Kunst.

10.02.2005 TERROR . FAHNDER
Es gibt immer weniger Bereiche im öffentlichen Leben, wo man nicht von einer Videokamera überwacht wird. Wer glaubt, dass er heute unbeobachtet über einen Hauptplatz spazieren kann, irrt. Selbst Kleinstädte überwachen ihre Fußgängerzonen mit Kameras. Wer bei einer Bank vorbeigeht kommt ganz sicher in das Visier der Terrorfahnder. Während man mit den Über-Wachungskameras brave Bürger beim Spaziergehen beobachtet werden jene, die etwas straffälliges vorhaben, dafür kaum den Hauptplatz oder die Fußgeherzone benützen. Nichts ist oft so nutzlos wie das Nützliche.
Im Visier der Terrorfahnder.

Kommentare:
H am 10. Februar 2005 um 22:19
Ja mag sein, aber wer kein schlechtes Gewissen hat braucht sich 1. nicht darum kümmern und 2. sich doch eigentlich keine Gedanken darüber machen. Ich bin zum Beispiel beruflich bedingt immer überwacht, im Wettcafe und mich stört so was schon lang nicht mehr, im Gegenteil ich fühl mich sicher ! PS. Was auch noch keinen Wahnsinnigen vor einem Überfall abgehalten hat, zweimal schon.

 

Bestellinfo

Dieses Buch online bestellen!
 

Dieses Buch empfehlen:

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Franz Supersberger).
Der Beitrag wurde von Franz Supersberger auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 2006-03-04. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).