Heiger Ostertag

Buchvorstellung: Was bleibt - Die Reise des Jusup W.

 Die Welt und der Inhalt des vorliegenden Buches orientieren sich am Leben des Titelhelden und Protagonisten Jusup W. Doch zum Roman gehören auch literarische Fiktionen und der spielerische Umgang mit der so genannten Realität. Unter Umständen bestehen zwischen dieser und in dem, wie Personen und Ereignisse im Buch gezeigt werden, gewisse Differenzen. Manche Übereinstimmungen mit dem realen Leben sind dagegen reiner Zufall und natürlich völlig ungewollt, anderes könnte sich hingegen wirklich so ereignet haben. Wichtig in diesem Spiel mit der Fiktion ist das, was wirklich bleibt!

Die Geschichte des Jusup Wilkosz in der Spiegelung der Romanfigur Jusup K. entführt den Leser in eine andere, neue Welt voller Spannung, Emotionen und Intrigen. In ein Leben der Extreme, des Hochleistungssports, des Geschäfts um und mit dem Körper, ein Leben voller Glanz und Glamour, Freundschaft, Hass, Neid - und Liebe. Jusup K. lebt in der Fülle, erleidet aber auch die abenteuerlichsten biografischen Berg- und Talfahrten. Wir begleiten ihn in die Welt des Wettkampfs und des endlos harten Trainings – in die Welt des Dopings und des Geldes. Zittern um Siege und fallen mit ihm in die soziale Tiefe. Dem Leser öffnen sich überraschende Aspekte, ganz neue Gründe und Hintergründe des Lebens eines Spitzensportlers werden deutlich - und erschreckende Abgründe menschlichen Daseins in Not und Leid tun sich auf.

Im ruhigen Erzählfluss und einfühlsam führt der Autor in diese uns bisher fremde Welt. Er zeigt, ohne zu moralisieren, die raue Wirklichkeit einer Extremsportart und sensibilisiert den Leser für die Frage nach dem Sinn: "Was bleibt?"


„Was bleibt“ erscheint Anfang 2007 im SWB Verlag.


Das Vorwort

Das vorliegende Buch erzählt die Geschichte des Jusup W., im Roman Joseph K. genannt, eines ehemaligen Champions und vielfachen Siegers aus der glitzernden Welt des Bodybuilding.

Extremsportler aller Sportarten leben in einer eigenen Sphäre der Härte sowie des Glanzes und einer für den außenstehenden Betrachter undurchsichtigen Fremde. Um in ihrer Welt zu bestehen, sind Aktivitäten notwendig, die für einen Durchschnittsmenschen kaum nachvollziehbar sind. Zudem herrschen im Milieu des Sportes andere Gesetze und Werte.

Die Luft an der Spitze ist dünn, die Fallhöhe dramatisch. Wenn einer ohne Netz nach unten stürzt, ist der Aufschlag schmerzhaft und führt zu existentiellen Fragen.

Jahrelange Anstrengungen können sich über Nacht in Nichts auflösen. Nur wenige können an ihre sportlichen Erfolge anknüpfen und diese ins weitere Leben übertragen. Hochleistungssport – die jüngsten Ereignisse haben dies wieder belegt – bringt nicht nur Gewinner hervor, sondern lockt auch Menschen an, die im Sportgeschäft das schnelle Geld wittern. Eine riesige Industrie verdient mit den Leistungen einiger weniger Sportler Milliarden.

Der olympische Geist hat sich nahezu überall verabschiedet, aber immer wieder gibt es Idealisten und hervorragende Einzelpersönlichkeiten, die versuchen, in der Welt des Sportes Werte zu bewahren und konsequent ihren Weg zu gehen.

Dem einen oder anderen ist Erfolg beschert; er wird zum Vorbild. Aber es gibt auch den tragisch scheiternden Helden, der abrutscht und manchmal gar nicht weiß, wie und warum es ihn hinabzieht. Eine solche gefallene Größe ist der Protagonist dieses Werkes.

Das erste Treffen mit Jusup W. war beeindruckend. Da saß er vor mir, der Mann, über den ich ein Buch schreiben würde. Genauer, einen Roman nach der Wirklichkeit, keine Biographie, sondern eine literarische Geschichte - und er lächelte. Er erzählte viel, sprach laut und eindrücklich. Mitunter etwas ungenau und verwirrend – aber es packte mich. Natürlich musste alles geordnet und gestaltet, durchdrungen und verfolgt werden.

Erzählpartien wurden entwickelt, die fiktive Dialoge erzeugten. Spezielle Sportsituationen mussten für das Verständnis teils akribisch beschrieben werden, was wiederum zu Schwierigkeiten beim Spannungsbogen führte. Hinzu kam die Idee, im Erzählen einen doppelten biographischen Ansatz durchzuführen. Parallel zum Fall den Aufstieg zu zeigen, dem verlierenden Helden, im Roman Joseph K., einen Sieger, Arnold S., zur Seite zu stellen, ohne dessen Rolle im Werk zu überbetonen. Auch der weitere Hintergrund des Geschehens, der Sumpf sozusagen, wurde ausgeleuchtet. Sicher wird es dazu Widerspruch geben, Gegenbehauptungen, Klagen von sich betroffen Fühlenden und anderes mehr. Aber die Wahrheit ist nicht gedopt und sicher nicht käuflich.

Ich bin sicher, der Leser findet, was er mit dem Kauf des Buches suchte: Die Geschichte des Jusup W. aus der Welt einer besonderen Sportart, gute Unterhaltung, echte Spannung und den Blick hinter die Kulissen einer glitzernden Showwelt.

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 2006-09-29. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).