Werner Gschwandtner

Buchvorstellung Frohe Weihnacht immerzu - Gedichte- & Kurzgeschichtenband zur Weihnacht

  "Alle Jahre wieder, kehrt die Weihnachtszeit in unsere Herzen. Tannenduft und Kerzenschein, Lieder voller Besinnlichkeit und ein harmonisches Zusammensein.
Dies alles beschert uns der Advent. "Frohe Weihnacht immerzu" beinhaltet 24 Gedichte, 2 Songtexte, sowie 3 Kurzgeschichten und meine persönlichen Gedanken zum Advent.

Füreinander und Weltoffen, so sollte unsere Generation, für alle kommenden Generationen, die Zukunft unserer Erde sehen.
"Frohe Weihnacht immerzu" schenkt der Menschheit den Geist der Weihnacht und regt, so hoffe ich, auch hin und wieder zum Nachdenken an."

Euer Werner Gschwandtner


Leseproben aus dem Gedichteband "Frohe Weihnacht immerzu"

Gedichtsauszug "Weißes Kleid"

Es hat sich eröffnet,
das Himmlische Zelt.

Es läuchtet voller Freude,
ein Licht für diese Welt.

Neu geboren,
im weißen Kleid.
Besinnlich.
die kommende Zeit.
Gemeinsam,
im Glauben daran.
Freude.
Im Herzen und Fun.

Es hat sich eröffnet,
das Herz der Welt.

Es ist die Empfindung,
welche jetzt zählt.

Das Land erwacht,
im weißen Kleid.
Schnee fällt,
für die Weihnachtszeit.
Der Advent,
kommt schnell -
und Glocken,
läuten hell.

Gedichtsauszug "Erster Advent"

Es nähert sich,
mit großem Schritt,
der erste Advent.

Die Tage kürzer,
die Nacht lang.
Und der Herbst,
klingt langsam aus.

Friede kehrt in das Herz,
mildert Sorg' und Schmerz.
Im Kerzenschein,
soll Einklang sein.

Tannengrün,
gebunden frisch.
Für den ersten Advent

Gedichtsauszug "Brief an das Christkind"

Liebes Christkind,
mein Brief soll dir sagen:
An allen Tagen,
gilt mein Glaube Dir.

Liebes Christkind,
wie jedes Jahr- auch heuer -
mach ich`s nicht zu teuer,
aber bitte schenke mir:

Ein bisschen Glück
für meine Zukunft.
Ein bisschen Hoffnung,
für die Welt.
Ein wenig Treue
für gegebene Worte.
Weniger Bedeutung
der Macht und dem Geld.

Gedichtsauszug "Morgen kommt der Weihnachtsmann"

Freut euch Kinder,
die Weihnacht ist da.
Glocken erklingen von fern und nah.

Der Winter,
er zieht froh -
über's Land.
Bringt Schnee,
und Freud' -
so reicht euch die Hand.

Denn morgen kommt der Weihnachtsmann,
kommt mit seinem Schlitten.
Verzaubert alle,
jung und alt -
er lässt uns nicht lange bitten.

Leseprobe aus "Eine tierische Weihnacht"


Es war einmal auf einem Bauernhof irgendwo in Niederösterreich. Dort begann im Spätsommer dieses Jahres ein neues Leben zu erwachen. Ein neues Leben in Gestalt eines kleinen und besonders süßen Kätzchens und das ihrer Geschwister. Und dieses eine Kätzchen möchte euch nun ihr erstes großes Abenteuer erzählen.

"Miau", klagte ich. "wenn ich heute an den Tag meiner Geburt zurück denke, dann kann ich nur sagen, das Leben hatte so seine Überraschungen für mich bereit gehalten und das, obgleich mich meine Mama vor dem traurigsten Schritt vorgewarnt hatte, vor der nahenden Trennung von ihr.

Doch bleiben wir am Anfang. Nur so hat eine Geschichte ihren Sinn. Also, am Anfang erblickte ich, zusätzlich zwei Brüder und eine Schwester mit mir, das Licht der Welt in einer Scheune. Die Welt war kalt und auch recht trostlos. Ich wusste weder, wer ich bin noch was ich hier sollte. Meinen Geschwistern erging es nicht anders, und wir suchten zunächst nur die Wärme unserer Mutter. Sie war es auch, die uns auf das kommende Leben vorbereitete."


1


"Schnurr", ich konnte nur sehr langsam meinen Kopf heben. War das meine Mama, die mich da so freundlich anschnurrte? Oder ist es nur ein naher Verwandter? Ich war unsicher und blickte etwas ängstlich auf die große Katze.
"Na mein Kleines", sprach die Katze zu mir, "wie fühlst du dich?"
"Was bin ich?" fragte ich zögernd. War es gut, so zutraulich zu sein? Die Katze beugte sich zu mir herunter und leckte mir zärtlich über den Kopf. Die Berührung war so ergreifend, dass ich jede weitere Vorsicht vergaß.
"Du bist eine Schildpatt- Katze, so wie ich und deine Geschwister." sagte die Katze. "Die Menschen denen ich gehöre, nennen mich Mink. Und ich bin deine Mutter."
"Mink", wiederholte ich, "was bedeutet das?"
Mama schnurrte wieder und stupste mich mit ihrer Nase an. "Das mein Kleines, weiß ich auch nicht. Die Menschen bei denen wir leben, haben mir diesen Namen gegeben. Sobald ihr euer Zuhause habt, werdet ihr ebenfalls Namen von euren neuen Besitzern erhalten. Und leider", fügte Mutter traurig hinzu, "ist der Moment der Trennung schon in wenigen Monaten."

"Das waren schon mal von Anfang an keine rosigen Aussichten. Mutter erklärte, dass wir nach etwa drei Monaten an andere Familien weiter gegeben werden würden. Und diese Zeit kam viel zu rasch. Es war an einem kalten Dezembermorgen, als der Bauer mit einem ältlichen Ehepaar in die Scheune kam, in der wir lebten."

"Nun, das kann ich schon garantieren", hörten wir den Bauern sagen, "meine Katzen sind allesamt gesund. Aber bitte beurteilen sie das doch selber."
Der Bauer hatte zwei weitere Menschen bei sich. Sie waren schon recht alt aber blickten freundlich aus den Augen.
"Meine Frau wünscht sich eine junge Schildpatt- Katze", sprach der alte Mann. Er war gut einen Meter und achtzig groß, hatte
breite Schultern und schneeweißes Haar. Auch seine Oberlippen
und der Kinnbart waren von dieser Farbe.
"Es sollte ein weibliches Geschöpf sein", setzte der Mann fort, "haben sie ein solches Tier zur Vergabe?"
Der Bauer nickte. Mama hatte mich und meine Schwester nach den ersten Worten des alten Mannes beiseite genommen und gesprochen. "Meine Kinder, der Tag der Trennung ist nunmehr gekommen. Wahrscheinlich wird eine von euch heute mit diesem Pärchen gehen, und es ist unwahrscheinlich, dass wir uns jemals wieder sehen werden. Seid stark und gehorcht den neuen Besitzern. Egal wen es von euch beiden trifft, sie machen den Eindruck, als wären es gute Menschen. Die Auserwählte wird es gut haben."
Ich hätte heulen können, ich sah in den Augen meiner Schwester, dass es ihr genauso ging. Irgendwie fanden wir es damals äußerst ungerecht, dass eine von uns nun schon von der geliebten Mutter weg sollte. Aber es half nichts, der Moment der Entscheidung stand kurz bevor. Und ganz so wie es Mutter erwartete, gaben wir uns von unserer besten Seite. Meine Schwester war von absolut schwarzer Farbe. Ich dagegen, hatte an einigen Stellen weiße Flecke. Die Eheleute betrachteten uns. Beide hoben uns nacheinander auf, und ich fühlte mich in den Armen der ältlichen Frau sehr geborgen. Es war ein eigentümliches Gefühl, welches ich hier empfand.
Sie schaute mich liebevoll an und schenkte mir einen Kuss auf meine kleine Stirn. Dann nickte sie ihrem Partner zu.
"Die möchte ich haben", sagte sie, "lass uns dieses Kätzchen nehmen."
Die Eheleute hatten also Gefallen an mir gefunden, und so wechselte ich den Besitzer. 30 Euro bezahlten die Menschen für mich an den Bauern, und sofort nahm mich mein neues Frauchen in den Arm. Noch einmal schaute ich auf meine Familie. Meine Mutter hatte eine unscheinbare Träne im Auge, meine Geschwister senkten betrübt den Kopf. Dann hörte ich mein Frauchen zu mir sagen.
"Hallo mein Kleines!" Freundliche Augen blickten mich an. Und ich konnte keine bösen Absichten feststellen. Aber ich war ja auch noch ein Baby und hätte die Bosheit wahrscheinlich auch gar nicht erkannt.
"Ich bin Maria, und du sollst ab heute meine engste Freundin sein. Ich werde dich auf den Namen Lucky taufen. Und jetzt fahren wir gemeinsam nach Wien in unsere Wohnung."

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 2007-12-08. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).