Thomas M. Kupfer

Buchvorstellung: Darf es noch etwas weniger sein?

  Darf es noch etwas weniger sein?
Im Leben ist weniger sehr oft mehr


In diesem Buch werden einige grundlegende Fragen geklärt, die sich ganz von selbst beim Lesen ergeben werden. Welche Fragen? Im Laufe der Zeit ist bei dem einen oder anderen vor lauter Alltagsstress die eigentliche Form des menschlichen Daseins in der Tiefe versunken. Ursache dafür ist einerseits das kleinere oder größere Missverständnis, dass man so viele Verpflichtungen in seinem Leben eingegangen ist und man deswegen annehmen könnte, man hätte keine Zeit mehr, um zu seiner inneren Ruhe und Ausgeglichenheit zu finden. Andererseits führen alltägliche Zusammenhänge dazu, die Bedeutung vom Leben und Wirken als eher gering anzusehen. Zweifellos spiegeln sich Ihr Leben und Ihre gegenwärtigen Interessen im Hier und Heute wider, aber ist das schon alles? Ist das das wirkliche Leben? Man macht tagaus, tagein seinen Job. Man geht ins Bett, man steht wieder auf. Man hat vielleicht am Wochenende frei (sehr schön das Ganze), aber wo sind der Mut, die Weisheit und die Einsicht geblieben, die Ihnen Begegnungen mit Harmonie, Glück und innere Zufriedenheit bescheren können? Im Kern der Sache kreisen alle Überlegungen um die Frage, in welchem Zustand sich das eigene Leben heute befindet. Wie kann man etwas daran ändern? Wie kann man sich einen neuen Platz in seinem Leben einräumen, einen lebenswerten Platz?


Leseprobe

Prolog


Wie ich sehe gilt Ihr Interesse der Frage nach dem Sinn des Lebens. Damit befinden Sie sich in bester Gesellschaft. Genau wie Sie, fühlt sich eine ständig wachsende Anzahl von Menschen zu der Frage hingezogen, was das Leben eines Menschen tatsächlich ausmacht.

Viele Menschen mit der richtigen Grundeinstellung zum Leben, erfreuen sich ganz einfach nur ihrer guten Gesundheit. Gesundheit aber ist gleichbedeutend mit Glücklichsein. Vielleicht stehen Sie ja grade jetzt unter einem enormen Druck und könnten fast ausrasten, wenn der ganze Alltag Sie noch weiter so nervt.

Sie brauchen nichts weiter zu tun, als täglich etwas mehr Zeit für sich selbst zu reservieren. Körperlich und geistig zu entspannen um innerlich wieder etwas ruhiger zu werden. Wenn Sie sich schon ein wenig mit der Frage nach dem Sinn des Lebens beschäftigt haben, Bücher gelesen oder mit Menschen darüber gesprochen haben, ist Ihnen sicher aufgefallen, dass der Sinn des Lebens verschiedenen Menschen unterschiedliches bedeuten kann. Umso mehr drängt sich einem die Frage auf, was denn wirklich darunter zu verstehen ist. Mansche Definitionen sind erstaunlich vage, vermutlich deswegen, weil es sehr viele unterschiedliche Wege dafür gibt, um nach dem Sinn des Lebens zu suchen und an ein Ziel zu kommen.

Betrachten Sie diese Lektüre aus diesem Grund als eine Art Wegweiser, der Sie versucht an Ihr Ziel zu bringen. Nach diesem Buch sollten Sie für ein selbständiges glückliches Leben bestens gerüstet sein. Wenn Ihnen also an Ihrem Glück und an Ihrer Gesundheit etwas liegt, dann sollten Sie nicht länger damit zögern, Ihren Geist in dieses Buch hineinzutauchen.

Einführung

Sollten Sie während des Lesens in diesem Buch feststellen, dass es im Wesentlichen nichts Neues für Sie gibt, wäre Ihre Investition, die Sie für dieses Buch ausgegeben haben, immer noch kein größerer Verlust für Sie: Erstens hätten Sie somit schon einmal eine Bestätigung dafür bekommen, dass Sie schon so weit sind und bereits eine gesunde Grundeinstellung in Ihrem Leben besitzen. Zweitens haben Sie immer noch die Möglichkeit, dieses Buch einem guten Freund oder einem Bekanten zu schenken. Drittens - mit dem Ziel, auch Ihnen mit einer neuen Veröffentlichung gerecht zu werden - können Sie mir unter meiner E-M-Adresse tmkupfer1 -at- aol.com schreiben und mir mitteilen, was Sie in diesem Buch vielleicht vermisst haben.

Zu Beginn gebe ich Ihnen den Rat, alles für Sie wichtige in diesem Buch mit einem Stift zu unterstreichen oder zu markieren, damit Sie leichter wieder auf die Teile zurückfinden, von denen Sie sich angesprochen fühlten. Auch ist es empfehlenswert, dass Sie während des Lesens mitunter die eine oder andere kleine Pause einlegen, um das Gelesene intensiver zu verinnerlichen. Schließen Sie dabei die Augen, um sich somit noch besser auf eine Aussage, die Sie vielleicht zum Nachdenken angeregt hat konzentrieren zu können.

Um Wiederholungen bestmöglich zu vermeiden, werde ich Sie hin und wieder darauf hinweisen, in welchem Teil dieses Buches ich intensiver auf das eine oder andere angesprochene Thema eingehe.
Was soll dieses Buch bewirken, aussagen bzw. für was soll es überhaupt gut sein? Dies sind Fragen, die mir Kritiker zu meinem ersten Buch "Friedvolle Wege der Erkenntnis" gestellt haben. Ich muss zugeben, es handelt sich um berechtigte Fragen, die einer Antwort bedürfen. Somit habe ich mir zum Vorsatz gemacht, zu Beginn eines jeden neuen Buches in der Einführung diese Fragen so gut wie möglich zu beantworten.

  • Es soll dem Menschen Wege aufzeigen, sodass er seine richtige geistige Grundeinstellung finden kann.
  • Man sollte sich darüber bewusst sein, dass man ohne Weiteres in der Lage ist, über sich selbst hinauszuwachsen.
  • Wir lernen aus unseren Niederlagen heraus und wir müssen lernen, dass Veränderungen etwas vollkommen Normales in unserem Leben sind.
  • Alltagsprobleme soll der Leser mithilfe dieses Buches, ganz einfach mit links zu lösen verstehen.
  • Es wird eine breite Palette von Thesen und Fakten behandelt, die den Leser zum Nachdenken anregen sollen.
Dies wäre schon einmal der fundamentale Bestandteil dieses Buches: Sie auf Ihrem Weg zur inneren Gelassenheit und Ihrer eigenen Selbsterkenntnis zu begleiten und Sie mit erwiesenen und bewährten Praktiken bestmöglich zu unterstützen.

Warum grade ich? Wie in aller Welt kam es dazu, dass ich mir in meinem Leben zur Aufgabe gemacht habe, etwas zu dem Leben anderer Menschen beizutragen? Wer bin ich denn überhaupt? In erster Linie bin ich genau dasselbe wie Sie auch: Ich bin ein Mensch. Ein Mensch, der vor langer Zeit einen tiefgründigen Entschluss gefasst hat: den Entschluss, Bücher zu schreiben. Zugegebenermaßen kam diese Entscheidung nicht über Nacht - das wäre etwas zu einfach gewesen. Nein, mein jahrelanger innerer Drang hatte sich im Laufe vieler Jahre in mir durchgesetzt. Dies ist nichts Außergewöhnliches; es gibt sehr viele Menschen, die das innere Verlangen verspüren, ihren Mitmenschen etwas Bedeutsames mitzuteilen, und ich habe es getan: recherchiert, geforscht, Religion, Theologie und Philosophie studiert. Ein Ergebnis meiner für mich sehr interessanten Beschäftigung halten Sie grade in Ihren Händen.

Es wurde von mir sehr viel Wert darauf gelegt, in diesem Buch Ihnen die Realitäten des Lebens auf eine leichte und verständliche Art und Weise zu übermitteln. Sie erhalten somit inspirierende Anleitungen, die Sie ganz leicht in Ihrem eigenen Tempo direkt auf ihr Leben umsetzen können.

Einen weiteren sehr wichtigen Sinn sehe ich darin, Sie auf einem angenehmen Niveau zu unterhalten und vielleicht den einen oder anderen kleinen Moment in eine andere Bewusstseinsebene zu führen, wenn Sie bereit dafür sind sich zu öffnen und es zulassen.

Streng genommen bin nicht ich es, der Ihr Leben verändert, sondern nur Sie selbst sind dazu in der Lage, wenn Sie für sich einen tiefgründigen Entschluss gefasst haben und es ernsthaft angehen wollen. Meine Weisheit wäre doch zu gering, als dass ich jedem Menschen eine individuelle und angepasste Lebensform vorgaukeln könnte. Trotz meiner persönlichen Begeisterung für das Ja zum Leben ist mein Talent dafür verständlicherweise zu gering. Das Wissen über das Leben geht doch sehr weit über das hinaus, als das was ich Ihnen zu bieten habe. Darum sehe ich meine Aufgabe darin, Ihnen eine reichhaltige Portion an Anregungen zu bieten, die zumindest den einen oder anderen Denkanstoss in Ihnen auslösen kann.
Meine persönliche Neugier nach der Frage des Lebens - sowohl begrifflich als auch erfahrungsgemäß - ließ mich zu der Feststellung kommen, dass die Fähigkeit der Flexibilität einen Menschen zu einem harmonischen und sorgenfreien Leben führen kann. Bevor ich allerdings so weit war, musste ich viele Jahre darum ringen, meinen Mut nicht vor vielen verschlossenen Türen zu verlieren. Während dieses langen Ringens stellte ich fest, dass die unermessliche Weisheit über das Leben und die Erleuchtung der Menschheit in keinster Weise verschlossen sind. Nur solange wir das Leben so betrachten, als stünden uns keinerlei Mittel und Wege zu unserer Vervollkommnung zur Verfügung, werden wir uns wohl mehr oder weniger beugen und an unserem Dasein keinen nennenswerten Anteil haben.

Der Mensch wird heutzutage von seinem Job, dem Alltag und dem ständig ansteigenden Stress dermaßen negativ beeinträchtigt, dass er nicht einmal mehr die in ihm verborgenen Möglichkeiten, die er zweifellos hat, so ohne Weiters erkennen kann. Benebelt vom Stress und Alltag lässt er sich kommentarlos gehen und negativ beeinflussen. Einschränkungen solchen Ausmaßes, dass man sich allem schlichtweg als ausgeliefert betrachtet und dazu nicht einmal mehr seine Freizeit ausgiebig genießen kann, müssen aufhören und ihr Ende finden. Ich mache Ihnen keine Versprechungen, aber ich biete Ihnen viel versprechende Alternativen zur Bekämpfung einer vielleicht inneren Trägheit oder Unsicherheit.

Beginnen Sie damit Ihrem Leben wieder eine vernünftige Perspektive zu bieten. Ein erster Schritt hierzu wäre folgender: Gönnen Sie Ihrem Geist einmal durch eine vernünftige Zeiteinteilung etwas mehr Ruhe. Ein vernebelter Geist kann nichts sehen. Nehmen Sie sich bitte am Tag - zu beliebiger Zeit - eine zehnminütige Auszeit. Zehn Minuten, in denen Sie absolut nichts weiter tun, als sich zu entspannen. Ziehen Sie sich zurück. In diesen zehn Minuten gibt es für Sie keinen Job, keine Familie, keinen Stress.

Im Teil "Auszeit" gehe ich intensiver auf diese Dinge ein!

Ein weiterer Schritt wäre zu akzeptieren, dass Ihre persönliche Entwickelung niemals von anderen Menschen bestimmt ist, sondern immer nur in Ihrer eigenen Verantwortung liegt. Statt zu versuchen sich zu verstecken oder sich vielleicht unangenehmen Dingen zu entziehen, sollten Sie wissen, dass Sie ein Wesen sind, das immer in der Lage ist zu denken und selbständig zu handeln. Ja, Sie mögen vielleicht der Annahme sein, Sie seien nur ein kleiner Teil in einem bestehenden Drama, das größer ist als Sie selbst, und doch sind Sie ein Mensch, der mit seiner richtigen geistigen Grundeinstellung sein eigenes Leben in die Hand nehmen kann und soll.

Aus vielen Überlieferungen von Erleuchteten wissen wir, dass jeder Mensch in sich die Natur Gottes in ihrer reinsten noch undifferenzierten Form erfahren kann. Diese Wirklichkeit kann zwar nicht immer sehr gut beschrieben, aber sehr wohl von Ihnen ganz persönlich erfahren werden. Daher ist ein großer Bestandteil dieses Buches, Sie auf die wirkliche Bedeutung des Lebens und Ihres eigenen Wirkens auf dieser Welt aufmerksam zu machen und Ihr Verständnis der inneren Überzeugung aus einer neuen Erkenntnis heraus anzutreiben, sodass Sie auch eventuell ohne eine bestimmte Religion und Kirche in Ihrem Herzen einen festen Glauben haben können. Nicht, dass Sie nun annehmen würden, ich beabsichtige, irgendjemand von seiner Kirche oder Religion wegzubringen - keineswegs liegt das in meiner Absicht! "Asche auf mein Haupt, ich wache über euch." Nein; absolut nicht. Was ich damit zum Ausdruck bringen will ist einzig und allein, dass Sie Ihr Leben nicht nur aus einem Blickwinkel heraus betrachten sollen. Ihre Persönlichkeit, Ihr Streben und Ihr Wirken müssen für Sie verständlicher in Ihr Bewusstsein gebracht werden. In diesem Buch beschriebenen Anwendungen und Praktiken werden Ihnen einige neue Erkenntnisse bieten, diese sind vergleichbar mit einer Straßenlaterne, die dem Suchenden in der Dunkelheit den Weg weist.

Im Umgang mit einigen Grundregeln möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass die Heilung unserer Welt ausnahmslos in den Händen jedes einzelnen Menschen liegt. Nur wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen und den ganzen Hass, den Neid und die Gewalt auf Erden besiegt haben, kommen wir unserer Vollkommenheit einen Schritt näher.

Teil I
Der Mensch

Der Mythos von Sisyphos


Die Götter hatten Sisyphos dazu verurteilt, unablässig einen Felsblock einen Berg hinaufzuwälzen, von dessen Gipfel der Stein von selbst wieder herunterrollt. Sie hatten mit einiger Berechtigung bedacht, dass es keine fürchterlichere Strafe gibt als eine unnütze und aussichtslose Arbeit. Sisyphos ist der Held des Absurden. Dank seiner Leidenschaften und Dank seiner Qual. Seine Verachtung der Götter, sein Hass gegen den Tod und seine Liebe zum Leben haben ihm die unsagbare Marter eingebracht, bei der jedes Wesen sich abmüht und nichts zustande bringt. Damit werden die Leidenschaften dieser Erde bezahlt. Mythen sind dazu da, von der Fantasie belebt zu werden. So sehen wir nur, wie ein angespannter Körper sich anstrengt, den gewaltigen Stein fortzubewegen, ihn hinaufzuwälzen und mit ihm wieder und wieder einen Abhang zu erklimmen; wir sehen das verzerrte Gesicht, die Wange, die sich an den Stein schmiegt, sehen, wie eine Schulter sich gegen den erdbedeckten Koloss legt, wie ein Fuß ihn stemmt, wir erleben die ganz menschliche Selbstsicherheit zweier erdbeschmutzter Hände. Schließlich ist nach dieser langen Anstrengung das Ziel erreicht. Und nun sieht Sisyphos, wie der Stein im Nu in jene Tiefe rollt, aus der er ihn wieder auf den Gipfel wälzen muss. Er geht in die Ebene hinunter.
Auf diesem Rückweg, während dieser Pause, interessiert mich Sisyphos. Ein Gesicht, das sich so nahe am Stein abmüht, ist selber bereits Stein! Ich sehe, wie dieser Mann schwerfälligen, aber gleichmäßigen Schritt zu der Qual hinunter geht, deren Ende er nicht kennt. Diese Stunde, die gleichsam ein Aufatmen ist und ebenso zuverlässig wiederkehrt wie sein Unheil, ist die Stunde des Bewusstseins. In diesen Augenblicken, in denen er den Gipfel verlässt und allmählich in die Höhlen der Götter entschwindet, ist er seinem Schicksal überlegen. Er ist stärker als sein Fels.
Dieser Mythos ist tragisch, weil sein Held bewusst ist. Worin bestünde tatsächlich seine Strafe, wenn ihm bei jedem Schritt die Hoffnung auf Erfolg neue Kraft gäbe? Heutzutage arbeitet der Werktätige sein Leben lang unter gleichen Bedingungen, und sein Schicksal ist genauso absurd. Tragisch ist es aber nur in den wenigen Augenblicken, in denen der Arbeiter bewusst wird. Sisyphos, der ohnmächtige und rebellische Prolet der Götter, kennt das ganze Ausmaß seiner unseligen Lage: Über sie denkt er während des Abstiegs nach. Das Wissen, das eine eigentliche Qual bewirken sollte, vollendet gleichzeitig seinen Sieg. Es gibt kein Schicksal, das durch Verachtung nicht überwunden werden kann. Ich verlasse Sisyphos am Fuße des Berges! Seine Last findet man immer wieder. Nur lehrt Sisyphos uns die größere Treue, die die Götter leugnet und Steine wälzt. Auch er findet, dass alles gut ist. Dieses Universum, das nun keinen Herrn mehr kennt, kommt ihm weder unfruchtbar noch wertlos vor. Jeder Gran dieses Steins, jeder Splitter dieses durchnächtigten Berges bedeutet allein für ihn eine ganze Welt. Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen. Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 2009-02-17. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).