Margret Silvester

Buchvorstellung: Lied der Jahreszeiten

  Der 60 Einzel-Sonette umfassende Sonetten-Kranz beschreibt auf teils philosophische, teils sehnsuchtsvolle Weise den Wechsel der Jahreszeiten.

Wie die Erde um die Sonne kreist, wie es Tag und wieder Nacht wird, wie der Winter dem Frühling weicht, so liest sich der Sonettenkranz. Der Frühling zeigt sich aber nicht nur darin, dass die Tage länger werden, das erste Grün durch die Haut der Erde bricht und die Vögel von Süden heimwärts fliegen, um Nester zu bauen; ebenso kommt unerwartet die Kälte zurück, die Kälte mit Eis und Schnee, und verdirbt „zu frühe Blüten". Der Sommer mit seinem feurigen Atem ist eben nicht nur eitel Sonnenschein und Wärme. Fehlt lange Zeit die Abkühlung, dreht so mancher Geist durch und weiß nicht mehr, was er tut. Auch das Gewitter erfrischt nicht nur, sondern setzt leicht in Brand, was ungeschützt und ausgedörrt ist. Im Herbst schwelgen wir uns durch die Ernte, wissend, dass wir gleichzeitig Abschied nehmen müssen - von der Wärme, vom lichten Tag und sogar vom Leben, wenn der Schnitter kommt. In der Dunkelheit des Winters sollen auch wir für Ruhe und zum Nachdenken Zeit finden. Wir frieren, weil außer den Temperaturen auch die Herzen der Menschen erkalten. Aber zum Ende hin „seh ich die Schatten fliehn".
Der Kreis schließt sich, hat kein Ende und keinen Anfang. So lässt sich der Sonettenkranz auf alles ein - wer mag, beginnt mit dem Frühling.

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 2012-06-16. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).