Norbert Wittke
Sehnsucht nach der Stille
Jahrtausende gab es auf Erden die Stille,
am lautesten war wohl ein Donnerschlag.
Heute geht es nach der Menschen Wille,
und Lärm nimmt die ganze Welt in Beschlag.
Wo früher in der Natur Insekten summten,
der Vogelgesang jubilierend zu hören war,
wo alle nicht vor Menschenangst verstummten,
war auch die Luft noch rein und so klar.
Es harfte der Wind im Walde die Bäume,
ein frierender Ast unter Schneelast zerbrach,
es störte Lärm nicht die stillen Träume,
heute sehnt man sich bei Radau danach.
Die Welt von heute ist ein ewiges Dröhnen,
die Geräuschpegel steigen immer weiter an.
Es bleibt keine Zeit, darüber zu stöhnen,
denn gegen Unvernunft kommt keiner an.
Die Welt besteht doch nicht nur aus Geräuschen,
die kreischen, knattern, knallen, heulen müssen,
man hilft seinen Ohren mit Wattebäuschen.
Du stille Natur ich würde dich ewig küssen!
27.04.2008 Norbert Wittke
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 27.04.2008.
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