Dieter Christian Ochs

WIESENSCHAUMKRAUT

Ich erinnere mich noch ...
zartviolett wie ein letzter Regenbogenstrahl
der am Vergehen ist
pflückten wir die filigranen Blümchen
im Mai zum Muttertag.

“Fleischerblumen“ wurden sie bei uns genannt.

Mit einem Riesenstrauß
dazwischen farbige Gräser gesteckt
ließen wir die bunte Sommerwiese
lachend hinter uns
und eilten zur Mutter hin.

Glücklich wären wir heute
brächten unsere Kinder einmal nur
ein Stückchen Regenbogen
frischen Sonntagstau und Feldraingräser
mit nach Hause.

Das Wiesenschaumkraut
würde nichts verstehen
von unseren Wünschen...

Wir aber dürften
für einen Atemzug
das lachende Kind im
Wiesenschaumkraut
wieder sein.

Wiesenschaumkraut ...

Kindertraumkraut ...

Bin rechtzeitig von meiner dreitägigen Fortbildungsreise zurückgekommen und habe meine Mutter
in den Arm nehmen können. Das tat guuuuut !
Dieter Christian Ochs, Anmerkung zum Gedicht

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