Karl-Heinz Fricke

Transportation

Auf Schusters Rappen ist man gegangen,
als noch die Straßensänger sangen.
Den Beutel am Stock im Rücken,
kaum ein Fahrzeug ließ sich blicken.
 
Als der Mensch das Rad ersann,
eine neue Zeit begann.
Er fuhr sodann auf allen Wegen,
es war ein schnelleres Fortbewegen.
 
Pferd und Wagen fanden Gefallen,
man ließ die Peitsche lustig knallen.
Und es ging danach,
Schlag auf Schlag.
 
Das Fahrrad wurde sehr modern
mit der Querstange für den Herrn.
Diese fehlte bei den Damen,
nicht jeder kann 'ne Stange haben.
 
Für die Tochter und den Sohn
gab es früh den Roller schon,
auch den zum Treten, hochmodern,
Kinder haben Roller gern.
 
Das Feuerross, die Eisenbahn,
in der Menschen Leben kam.
Das Rollen auf dem Schienengleise
ergab 'ne neue Reiseweise.
 
Fahren erspart das lange Wandern
von einem Ort zum andern,
und die breite Masse,
saß auf Holz in dritter Klasse.
 
Natürlich fuhren die Reichen
auf Polstern, den sehr weichen.
Sah'n auf die andern mit Veracht',
die  auch eine Reise gemacht.
 
Die Sensation war das Automobil,
anfangs gab's davon nicht viel.
Jetzt fährt der ärmste Popel
zumindest einen alten Opel.
 
Auch sieht man antike Karren
langsam durch die Gegend schnarren.
Mit Beulen an Enden und Ecken,
die die Armut nicht verstecken.
 
Täglich gibt es Karambolagen,
die die Autos nur schlecht vertragen.
Wenn es scheppert und es kracht,
der Fahrer nicht darüber lacht.
 
Am schnellsten ist der Flugverkehr,
man fliegt gemächlich übers Meer.
Hoch über dem flockigen Wolkenbett
sitzt eingezwängt der Mensch im Jet.
 
Früher gab es den Zeppelin,
zigarrenförmig flog er dahin.
Auch mit Luftballon und Drachen
kann man schöne Flüge machen.
 
Es gibt auch noch die Fahrt auf See
und lange ist kein Land in Näh'.
So schaukelt man, wie man es kennt,
von Kontinent zu Kontinent.
 
So kann man rollen, fahren, fliegen,
doch auch noch müde Beine kriegen.
Selbst der Drachen, der im Haus,
fliegt noch manchesmal hinaus.
 
Karl-Heinz Fricke  29.05.2008

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Karl-Heinz Fricke).
Der Beitrag wurde von Karl-Heinz Fricke auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 29.05.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Der Autor:

  • Autorensteckbrief
  • karlhf28hotmail.com (Spam-Schutz - Bitte eMail-Adresse per Hand eintippen!)
  • 3 Leserinnen/Leser folgen Karl-Heinz Fricke

  Karl-Heinz Fricke als Lieblingsautor markieren

Buch von Karl-Heinz Fricke:

cover

Isidor was machst du da? von Karl-Heinz Fricke



Eine poetische Reise durch den Humor.
Ein Mutterwitz, der beabsichtigt nicht nur ein Lächeln auf das Gesicht des Lesers zu zaubern, sondern der die Bauch- und Gesichtsmuskeln nicht verkümmern lässt.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (14)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Allgemein" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Karl-Heinz Fricke

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Lourdes Pilger von Karl-Heinz Fricke (Verrücktheiten)
Das alte Haus von Brigitte Primus (Allgemein)
Glueck und Leid von Karl-Heinz Fricke (Liebesgedichte)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen