Hans-Werner Kulinna

Schmetterling flieg!

Wenn ich durch Wald und Wiesen geh',
am Bach oder am Waldrand steh',
dann atme ich die weite Welt,
wie schön hat Gott sie hingestellt.
 
Die ganze Welt ist ein Gedicht
und jedes Tier ganz leise spricht:
Erhalt mir meinen Lebensraum,
das wär' mein allerschönster Traum!
 
So manche Blume redet dann
und jede klagt so laut sie kann:
Tritt nicht so arglos auf mir rum,
sei vorsichtig und nicht so dumm!
 
Und dort der große Faltermann,
er gaukelt stolz so gut er kann:
Lasst meine besten Disteln steh'n,
so wird's mir immer gut ergeh'n!
 
Und auch der Fuchs in seinem Bau
kommt raus und brummt: Genau!
Geh' leise durch den Wald, mein Kind,
bleib' ruhig und lauf' nicht so geschwind!
 
Die weise Eule wird nun wach
und ruft ihr lautes Weh und Ach:
Die Menschen machen zuviel Krach,
ihr Abfall türmt sich tausendfach!
 
Ich höre zu und bleibe steh'n,
dann endlich wollt' ich weitergeh'n.
Da seh' ich an des Waldes Ecke,
die eine und die andere Schnecke.
 
Die beiden sitzen ganz vergnügt
bei einer Blume so verliebt.
Ich weiß jetzt was das Schönste ist,
die Welt zu achten wie sie ist.
 
Und gehst du bald im Wald spazieren,
sei still, statt laut zu lamentieren.
Des Waldes Ruh' steckt jeden an,
in manchem Baum steckt ein Roman.
 
Halt Augen, Mund und Ohren wach,
du liest Geschichten tausendfach,
denn so entdeckst du Gottes Welt,
gib Acht, dass sie noch lange hält.
 
© Hans- Werner Kulinna
 
 
 

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