Karl-Heinz Fricke

London Besuch

Vor einem Dutzend  von Jahren
bin ich die Themse raufgefahren.
In London kam ich im Nebel an,
wie man es auch erwarten kann.
 
Vom Osten brach die Sonne ein,
vor mir ein Mann mit einem Bein,
ein Kriegsopfer sicherlich,
die Nebelschwaden senkten sich.
 
In Soho fand ich ein Quartier,
Trubel und Leben begegnete mir.
Dirnen boten jedem Mann
ihre besonderen Reize an.
 
Ich ging weiter durchs Getümmel
im emsigen Menschen Gewimmel.
Der Tower interessierte mich sehr,
ich kannte ihn nur vom Bilde her.
 
Schreie und Beifall lockten mich an,
ich sah das Oval eines Stadiums dann.
Sportler jagten einem Balle nach,
das war der Grund für den großen Krach.
 
Weiter ging ich ohne Hast
bis zum Buckingham Palast.
Neben dem hohen Eisentor
stand des Hauses Wache davor.
 
In Pelzkappen wie Statuen,
stehen sie da ohne was zu tun.
Sprechen dürfen sie nicht,
verziehen nicht mal das Gesicht.
 
Überraschend aus dem Haus
trat künstlich lächelnd Charles heraus.
Berückend an seiner befrackten Seit',
berauschend Camilla im roten Kleid.
 
Steif auf seinen Stock gestützt,
der kahle Kopf ganz unbeschützt
folgte Philipp, etwas verknittert,
als hätte es gerad' gewittert.
 
Ich hatte schon zu viel gesehn
und wollte wieder nach Hause gehn.
Verließ dann äußerst froh
mein Absteigsquartier in Soho.
 
Karl-Heinz Fricke  26.07.2008

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