Jutta Knubel

Ach Oma....

Ach Oma, vor 86 Jahren begann Dein Leben,
Es war bestimmt niemals leicht.
Vier Kindern schenktest Du das Leben,
doch deine Ziele hast du nicht erreicht.

Ach Oma, keinen Kontakt über zehn Jahre,
Ein Band aus Liebe gab es zwischen uns nicht.
Das Verhältnis zu deinen Kindern auch nicht das wahre
und ich sehe wie Dein Herze bricht.

Ach Oma, so hilflos liegst Du da im Bett,
am Anfang konnte ich noch Lachen schenken.
Doch nun bist Du schon soweit weg,
Deine Augen leer, bist Du am denken?

Ach Oma Deine Wohnung wurde aufgelöst,
doch Du willst es nicht verstehen.
Seit Monaten liegst Du im Bett und döst,
mit Deinen Beinen wirst du nie mehr gehen.

Ach Omi, meine Worte waren kalt:
“Wenn sie stirbt, was soll ich fühlen?
Ich liebe sie nicht, sie geht dann halt.”
Doch ich bin ein Mensch, keiner von den kühlen...

Ach Oma, streng Dich nicht an,
schließe Deine Augen ich halte Deine Hand.
Schlafe eine Weile, ich tue was ich kann,
doch deine Augen starren traurig an die Wand.

Ach Oma, Du bist ein Mensch, ich liebe Dich,
auch wenn da nie was zwischen uns war.
Das ist kein Leben mehr, ich kümmere mich,
So sollte niemand leiden, ich bin jetzt da.

Ach Oma, habe keine Angst wenn die Zeit gekommen ist,
im Himmel erwarten Dich Deine Lieben.
Doch so lange Du noch auf Erden bist,
komme ich vorbei, versuche das Leid zu besiegen.
 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 27.07.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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