Karl-Heinz Fricke

Blut für Öl

Die Geister, die sie riefen,
nicht den Tag verschliefen.
Vollends sind sie wach
an jedem neuen Tag.
 
Klug hatte man sich ausgedacht,
was man im Irak alles macht.
Niemand weiss, wie es enden wird,
sie machten die Rechnung ohne den Wirt.
 
Als der Krieg fast schnell vorbei
und das Land von Saddam frei,
Washington schon jubilierte,
weil Gegenwehr kaum existierte.
 
Der Krieg kam erst nach dem 'Frieden',
die Waffen haben nie geschwiegen.
Es entbrannte der Heilige Krieg,
in diesem gibt es keinen Sieg.
 
Guirillakrieg aus dem Hinterhalt
beweist sich als tödliche Gewalt.
Täglich sterben die Soldaten,
die Joe's und Billy's aus den Staaten.
 
Der Farmerssohn aus Oregon,
der schwarze Ben aus Washington.
Der Student aus Minnesota,
ein Indianer aus Dakota.
 
Zielscheiben sind sie alle,
gehn Terroristen in die Falle.
Als Saddam damals noch regiert,
ist auch täglich was passiert.
 
Das Volk steht hilflos vis a vis,
Freiheit kannte es noch nie.
Die fremde Macht hat feig zerstört,
das Wenige, das ihm gehört.
 
Verrechnet haben sich die Strategen,
die sonst so gründlich überlegen
wie man richtig verfährt,
im Irak jedoch geht alles verkehrt.
 
Blut für Öl ihr Motto heißt,
die Habgier ihnen Wege zeigt.
Hauptsache ist, der Dollar rollt,
den Toten man wenig Achtung zollt.
 
Sterben sie wirklich für ihr Vaterland,
in ewige Nacht aus dem Dasein verbannt
schon zu Beginn ihres jungen Lebens
ist für sie alles vergebens.
 
Karl-Heinz Fricke   30.07.2008 

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