Karl-Heinz Fricke

Die Reise durch die Wüste

Wo Wasser ist, da ist auch Leben
mit Farben gelb, grün und rot.
Wo Wälder sich vom Boden erheben,
dort gibt es auch Arbeit und Brot.
 
Die Sonne brannte heiß herab
auf das braune, beige Land.
Die Sonne keine Ruhe gab,
nur schroffe Felsen, heißer Sand.
 
Hier und dort ein dürrer Strauch
sein tristes Dasein fristet,
dürstend nach Wasser auch
Gräser nur halb aufgerichtet.
 
Nur der Wind singt seine Lieder,
kein Käfer krabbelt in dem Sand,
kein Habicht stürzt sich steil herunter
auf dieses tote, ausgedörrte Land.
 
Zwischen zwei riesigen Städten
schlängelt sich der Straße Band
durch dieser Wüste öde Stätten,
wasserlos und ausgebrannt.
 
Rege jedoch der Fahrverkehr,
denn die Wüstenmetropole winkt.
Sie lieben doch den Ort so sehr,
wo die Münze lustig klingt.
 
Millionen Gäste in jedem Jahr
und die Menschen, die dort wohnen,
finden Las Vegas wunderbar,
und eine Reise soll sich lohnen.
 
Die Frage erhebt sich unverwandt,
sind diese Leute hirnverbrannt ?
Die Meisten keineswegs, oh nein,
sie müssen gut bei Kasse sein.
 
Denn mitten drin in dieser Welt
geht es um das große Geld.
Auch Hotels und Achterbahn
ziehen die Besucher an.
 
An die Geldgier appelliert
wird der Besucher animiert
reich zu werden über Nacht.
Der Nachbar hat viel heimgebracht,
stolz posaunt er es hinaus,
zeigt auf den Audi vor seinem Haus.
 
Hunderte von Spielautomaten
stehen dort wie die Soldaten,
die Münze um Münze verschlingen,
jedoch nur selten  dem Gaste klingen.
 
Würfel, Roulette, Siebzehn und Vier,
und auch Poker spielt man hier.
Las Vegas, die feudale Wüstenstadt,
mehr Geld als frisches Wasser hat.
 
Den Besuchern, die wie Sand am Meer,
macht man schnell die Taschen leer.
Seltsam, selbst noch beim Verlassen,
viele diese Stadt nicht hassen.
 
Karl-Heinz Fricke  05.08.2008

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