Margit Farwig

Streichereien II

 
Sie streicht vielmehr im Ausland rum,

holt neue Bürden für ihr Publikum,

das erwartungsvoll am Fenster steht

und schon mal die Tonnen zählt.

Wie viel Müll schafft man denn heute,

ach, wir armen, armen Leute.

 
Niemals gibt es ein Erbarmen,

haben wir gewunken mit den Armen

ihr zu, als sie gewählt, wir sie verrenkt,

zu uns, sie keinen Blick mehr schwenkt.

Oh doch, es geht ein zart Gemunkel

ihr Ausschnitt, lass es jucken Kumpel.

 
Der Blick zum Himmel uns verwehrt,

im Müll das Suchen arg nach unten zerrt,

das  Bücken aus der Not heraus

die Hälfte Bandscheiben  klinkt aus.

Allein wir sie ins Rückgrat biegen,

beim Arzt für uns gibt’s keine Liegen.

 
Die Volksvertreter raffen schnell,

weil keiner weiß, wie lange, gell,

ihre Glückssträhne so dauert,

die eigene Armut eventuell lauert

ständig hinter ungewissen Zeichen,

wie lange wird es für uns reichen.

 
Am Himmel ich die Venus sah,

es war so schön und sternenklar.

Komm, zieh in mein Herz hinein,

bewegte sich ein heller Schein,

nichts fiel mir ein im  Fall der Schnuppe

heute weiß ich es, für alle Suppe

 

© Margit Farwig 5.08.08

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