Norbert Wittke

Laternenumzug


Kinder Gesang  erklingt in meinen Ohren,
unterlegt von Trommeln und Blasmusik.
Teile des Textes gehen durch Wind verloren,
errate für mich dieses Text- und Musikmosaik.

Es klingt als sei ein Kinderumzug in Bewegung,
noch einige hundert Meter von mir entfernt.
Ich setze mich in ihre Richtung in Bewegung,
über mir der Himmel ist voll ausgesternt.

Vor mir wird aus Halbdunkel langsam Licht.
Es ist wie ein  unruhiges und buntes Treiben.
Sie kommen auf mich zu, besser wird die Sicht.
Meine Augen können sich alles gierig einverleiben.

Voraus sehe ich auf einem Pferd einen Mann reiten,
er ist  kostümiert, an einer Schulter nur ein Mantelteil.
Ein Bild als würde die Zeit weit rückwärts schreiten,
nun wird der frohe Kinder Gesang mir voll zuteil.

Ich höre nun auch ihre klaren, jubelnd Sangesworte
Sie singen aus voller Kehle St. Martin ein Lied.
Er half einem Bettler an einem weit entfernten Orte.
Machte zu dem verarmten keinen Standesunterschied.

In der Kälte des Winters, er seinen Mantel mit ihm teilte,
zeigte ihm, dass er als Mensch noch etwas anderen galt.
Er gab ihm Hoffnung, als er beim ihm dort verweilte,
schwor selber ab dem Krieg und aller schrecklichen Gewalt.

Ich sehe immer noch das frohe Leuchten der Laternen,
bewundere gebannt das kindliche Schauspiel vor mir.
Sehe wie sie sich mit ihrem fröhlichen Gesang entfernen.
Sehe darin es gibt noch Menschlichkeit auf Erden hier.

06.11.2008         Norbert Wittke



 



 

 

 

 

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