Norbert Wittke

Ist Gott unhöflich?


Als Kind wurde ich zur Höflichkeit erzogen.
Das Zauberwort war das Wort "Bitte".
Ich habe niemals für mich daher erwogen,
abzuweichen von dieser guten Sitte.

Doch sehe ich überall nur Verbotsschilder,
die uns so vieles verbieten wollen im Leben.
Wären es für uns alle nicht bessere Bilder,
würde es auf ihnen das Wort "Bitte" geben?

"Bitte nicht den Rasen betreten."
"Bitte nicht hier so laut lärmen."
"Bitte Politiker auch mal zurück treten."
"Bitte nicht aus Kummer so verhärmen."

Menschen haben Gottes Worte aufgeschrieben,
und sie stellen ihn uns als sehr unhöflich dar.
Ist er, der uns als ewig Verzeihender beschrieben,
wirklich in seinen Ausdrücken so negativ sonderbar?

Wenn die Zehn Gebote an uns Bitten wären,
wären wir ihm da nicht im Grunde viel näher?
Es würde ihn uns im Gebete mehr verklären,
und wir hielten uns an manche Bitte doch eher.

So stellt doch an die Grenzen aller Länder Schilder:
"Bitte friedlich sein und keine Kriege mehr führen!"
Viele würden dadurch wohl gestimmt viel milder,
weltlicher und kirchlicher Friede wäre so zu spüren.

19.11.2008             Norbert Wittke

(Gedanken zum Buß- und Bettag)



 

 

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