Karl-Heinz Fricke

Fliegenfangen

Ein Landstreicher, bereits betagt,
wurde vom Zahnschmerz geplagt.
Wohl jeder Dentist auf der Welt
nimmt für seine Dienste Geld.

Der Landstreicher hatte keinen Sou
und zum Bezahlen keinen Clou.
Jedoch die Schmerzen trieben ihn
zum hiesigen Dentisten hin.

Dieser, bekannt als Grobian,
fing nicht gleich das Zahnziehen an.
Ganz umsonst geht es doch nimmer,
Fliegen gab's im Wartezimmer.

Diese sollte er erst fangen,
dann hat der Zahnarzt angefangen.
Ganz ohne Betäubung, oh Graus,
kam schnell der kranke Zahn heraus.

Die Backe haltend lief er 'raus
aus des groben Dentists Haus.
Als der ins Wartezimmer kam,
ihm Gestank den Atem nahm.

Als er hinter den Ofen schaute,
er seinem Augenpaar nicht traute.
Auf einem Haufen, nicht vergammelt,
saß schön die Fliegenbrut versammelt.

Und die Moral von dem Gedicht:
Landstreichern traut man nicht.

Karl-Heinz Fricke  29.11.2008 

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