August Sonnenfisch

Erwachsene gleichen zuzeiten dem Esel


 


Erwachsene gleichen zuzeiten
dem Esel


Frau Grünklee-Sunter traf einst
leuchtenden Auges einen
schönen Mann.
Und Frau Grünklee-Sunter,
der feurige Stier, zieht
- ist sie einmal entflammt -
Männern die Hosen fix runter!

Doch zuweilen wollen Männer
nicht das, was
sie sollen, zu-
weilen wollen Männer das, was
ihr eigener Sinn:
und so gab der
Erwählte ihr - welche Pein! -
einen Korb: einen
bodenlosen Korb,
durch welchen hindurch
die Entflammte auf
den harten Boden dann fiel.

Dies trifft die zu Beginn
Beseligte tief:
brennende Schmerzen
peinigen ihr
Gesäß und ihr Herz!

Doch statt ihrem Schmerz
sich zu ergeben:
demütig zu durchleiden
ihre Pein,
jagt Frau Sunter ihre
Schmerzen hinaus in die Welt!
Wie wir alle.
Dort geistern sie nun
drüber und drunter.
Und verwirrt ist Frau Sunter.

Auf diese Weise
kommt Frau Grünklee
- wie wir alle - mit ihrem
Herzensschmerz
mitnichten auf den Zweig,
den grünen, nach
welchem wir
uns so sehnen.

*

"Er sollte mich lieben!"
predigt und posaunt

ihr unhinterfragt alltägliches
Denken:

dieser KUTSCHER
für ihr
Lebensgefährt!

Doch was sagt ihr HOFNARR

zu des Kutschers
Maximen für

jenen Adonis -
und zu ihren Tränen?

Glücklicherweis, so der NARR,
sei sie
von
den Engeln geladen,

sich selber
zu lieben.
Und jenes Mannes
ureigenes Wollen
zu bemerken und zu belassen.

Geladen auch, diese Polaritäten
der Geschlechter

zu goutieren:
das "Ewigweibliche"
in sich selbst

und das
"Ewigmännliche" in ihm:

Den festen Schritt
eines jeden Apollon,
seine männliche Stimme, seine
Verliebtheit in Bälle …
In toto: das "Ewigmännliche"
von den Göttern.


Den weiblich wiegenden Gang
einer jeden Aphrodite,

ihre weibliche Stimme
und ihre Tänze …

In toto: das "Ewigweibliche"
von den Göttern.

So sprach der innere HOFNARR von
Frau Grünklee-Sunter.





(c)  August Sonnenfisch, Mittenwald,
13. Januar 2003 ff




 

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