Martina Hoffelner

Es wird mir bewußt

Bald ist es soweit,

wieder ist ein Jahr vorrüber.

Es sind bereits 15 Jahre vorbei,

seit ich ein 2. Leben bekam.

 

Es wird mir immer wieder bewusst,

wie gesund ich jetzt bin.

Das ich ein zweites Leben bekam,

kurz nach Weihnachten.

 

Immer denke ich daran,

wie krank ich zuerst war.

Ein krankes zartes zerbrechliches Wesen,

das sogar dem Tode nah war.

 

Doch jetzt ist es vorbei,

durch sie lebe ich.

Ich esse und trinke,

soviel ich mag und kann.

 

 

Ich freue mich jeden Tag auf´s neue,

wo ich leben darf.

Wo ich nicht denken brauch,

wann darf ich leben?

 

Aber irgendwann,

da wird alles vorbei sein.

Da muß ich sie wieder hergeben,

und an die Dialyse.

 

Doch jetzt denke ich nicht daran,

den jetzt lebe ich.

Und immer wird es mir bewusst,

was für ein Geschenk ich bekam!

 

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In meinen Gedichten, schreibe ich mir meine eigene Realität, meine Träume auch wenn sie oft surreal, meistens abstakt wirken. Schreiben bedingt auch meine Sprache, meine Denkmechanismen mein Gefühl für das Jetzt der Zeit.

Ich vernehme mich selbst, ich höre tief in mich rein, bin bei mir, hier und jetzt. Die Sprache ist dabei meine Helfershelferin und Komplizin, wenn es darum geht, mir die Wirklichkeit vom Leib zu halten. Wenn ich mein erzähltes Ich beschreibe, beeinflusse, beschneide, möchte ich begreifen, wissen, welche Ursachen Einflüsse bestimmte Dinge und Menschen auf mein Inneres auf meine Handlung nehmen, wie sie sich integrieren bzw. verworfen werden um mich dennoch im Gleichgewicht halten können.

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