Rebecca Lang

Ein Tag wie jeder andere

Ich seh‘ aus dem Fenster,

doch die Straßen sind grau.

Lichter erstrahlen

den Tannenbaum.

Von überall erklingt

Musik,

ein Weihnachtslied.

 

In freudiger Erwartung,

sitzen Kinder um den Baum.

Doch ich teile ihre Erwartungen nicht.

Mein Herz fühlt dabei nicht.

Ich fühl‘ mich einsam,

traurig und leer.

So wie die Straße,

verweist,

Menschen leer.

Was ist der Sinn

dieses heiligen Fests.

Ich fühle mich,

als gilt es nicht für mich.

 

Ich seh‘ aus dem Fenster,

Schneeflocken tanzen im Wind.

Ein Tag wie jeder andere,

ich bin nicht mehr Kind.

Ich schließe meine Augen.

Ich schließe mein Herz.

Nur nichts mehr fühlen,

fühlen ist Schmerz.

Alle freu‘n sich,

es ist Weihnachtstag.

Doch ich sitze da,

wie an jeden anderen Tag.

 

Familie

sie lacht,

erwartet die Nacht.

Doch ich verstehe nicht,

was besonderes an diesem Tag nur ist.

Ich sitz in ihrem Kreis.

Ich höre ihre Worte,

und fühl‘ mich doch nur fremd dabei.

Ich sitz in ihrer Mitte.

Eß nach alter Sitte,

und frag mich

wann ist’s vorbei.

 

(Die Heuchelei).

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.12.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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