Rolf Pollberg
Träume ... gestern und heute
Gestern noch war unser Wald bewohnt von Rehen.
Auch Wild und Fuchs war'n in ihm zu sehen.
Es gab große, klare Seen, bevölkert mit tausend Sorten Fischen,
die wir uns schmecken ließen.
Unser Förster kannte trefflich jeden Baum.
Die Waldbewohner in ihm hatten mehr als genügend Raum,
Man glaubt es kaum,
Alles war wie ein einziger, schöner Traum.
Heute ist unser Wald
nur noch dreckig, stinkend, kalt.
Er ward zum Industriegebiet,
wie man es heut' so häufig sieht.
Er ist ein Loch aus Kohlenstoff, Staub und Ruß,
weil er dem Fortschritt weichen muß.
Für Industrie und Politik ist lange schon klar, es muß so sein,
denn sowas bringt Arbeitsplätze und Wohlstand ein.
Nur fragt man sich,
was ist Wohlstand eigentlich.
Niemand hat heute mehr Raum.
Alles ist wie ein einziger böser Traum.
Und sobald man dies erst einmal hat erkannt,
vertraut man nicht mehr sehr auf Politik und Industriellenstand.
(Rolf Pollberg)
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 31.12.2008.
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