Britta Berwing
Das rosa Huhn
Das rosa Huhn der alten Frau Schmidt,
ich glaube, es lebte im Schwarzwald,
dies dachte sich es wär ein Hit,
zu gehen, aber sehr bald!
Ganz sicherlich, so wusste sie,
auf Grund der rosa Farbe,
sei sie ein nicht gewöhnlich Federvieh,
eins mit besonderer Gabe
-so ganz äußerlich,
meine ich!
Es war, dass dieses sie wohl krönte,
Frau Schmidt das andere Vieh vergaß,
die Eine aber sehr verwöhnte
und das gewiss im Übermaß!
So kam es, dass eben dieses Maß,
nur für die Eine war zum Spaß.
Die Anderen wünschten unterdessen,
gleichermaßen wohl vermessen,
die Gute bisse doch ins Gras.
Das Huhn nun also, zog dann fort,
klassisch von einem, zum anderen Ort.
vom Dorf aus, hin bis in die Städte
ging sie ohne Eile,
eine ganze Weile,
schließlich klagte die Fette:
„Ach, wenn ich doch nur
auf dieser Tour
könnte Speise mein Eigen nennen,
so wäre ich satt
und könnte anstatt
nun müd´ zu sein, weiterrennen !“
Es schmerzten die Glieder, es knurrte ihr Magen,
sie fühlte ein starkes Unbehagen.
In dieser äußerst bitt´ren Lage,
lag fern es ihr noch zu verzagen,
wollte darum sich weiterwagen,
trotz dass ihr Magen wohl eher war recht hohl.
Spürte sie nun, trotz "grandiosem Tun",
dass gezwungen war sie auszuruhn,
selbst ein rosa Huhn.
Trotz ihres Willens, nach kurzer Zeit,
verschwand des Huhnes Eitelkeit,
die Arroganz, der Mut ging auch
und sichtlich immer mehr ihr Bauch.
So sank das Huhn im rosa Kleide
völlig geschwächt auf eine Schafsweide,
es wimmerte dort mit wenig Wonne
in Richtung Sonne.
Ihr kläglich jammernd, lautes Rufen,
drang zu den Schafen auf den Hufen.
Es hörte den Laut ein wolliges Tier
und es begab sich auf alle Vier,
denn es wollte dieses Huhn,
dieses bedauernswerte, nun
erst einmal in das Wasser tun,
welches da ruhte, als kühles Nass,
in einem Fass.
So tat es und nach wenigen Sekunden,
war erste Schwäche bereits überwunden,
da das Huhn trank,
Gott sei Dank!
Der Hunger derweilen
ließ weitereilen
und keine Zeit,
für allzuviel von Heiterkeit.
Er zwang unser Hühnchen, wohin? Na, zurück!
Es bat sogar um Begleitung ein Stück,
worauf das Schaf, wie Schafe so sind,
einwilligte geschwind.
Es wollte sich nicht mal davor drücken, den Vogel zu tragen auf seinem Rücken. es schmiegte so dann, das Huhn sich schnell an,
"denn es fühlte sich schwach,
demnach
könnte es kaum Schritte gehen,
es wären höchstens acht bis zehn."
So kam das Tier unverdientermaßen,
in wohlbekannte Heimatgassen.
Das Huhn zurück,
Die alte Schmidt voller Glück,
gab sogleich ihrem Liebling ´nen Schmaus.
Des Huhnes Verwandten unterdessen,
hätten am liebsten gleich vergessen,
dass diese „Schöne" war wieder zu Haus.
Und außerdem, es scheint wohl klar,
nachdem das Schaf gegangen war
war alles beim Alten sogar!
Doch manchmal da,
wenn niemand es sah,
ließ Frau Huhn ihre Speise stehen.
Für die Sippe? Ja,
es ist wirklich wahr,
offenbar war ein Wunder geschehen!
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 07.01.2009.
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