Gerhild Decker

E i n s a m k e i t

 

Ihr Stammgast ist die Einsamkeit,
dabei sehnt sie sich so nach Wärme;
wäre dankbar für Geborgenheit,
doch alles liegt in weiter Ferne.

Vor Jahren gab es andre Zeiten,
gesundheitlich ging es ihr gut.
Dann kam die Krankheit und das Leiden
und schnell verließ den Freund der Mut.

Fortan vergessen waren Stunden
der Feste und der Fröhlichkeit.
Ein jeder dreht die eignen Runden,
hat jetzt für Trübsinn keine Zeit.

Die so gerühmte Verbundenheit
war, heute weiß sie es gewiss,
nicht mehr als Oberflächlichkeit -
daran der Freundschaft Band zerriss.

Die Einsicht trifft sie heute sehr,
da sie stets tiefer hat empfunden!
Freunde wie diese braucht sie nicht mehr,
die heuchelnd nur Beistand bekunden.

Warum, so fragt sie immer wieder,
wurd ich als Mensch nur anerkannt,
solang ich mit sang frohe Lieder
und war als Kumpel gut bekannt.

Wo bleibt ein bisschen Menschlichkeit,
ein Zeichen, dass man mich noch sieht;
Umarmung - dieses  Ziel ist weit -
gibt´s niemanden, der mich doch liebt?

 (c) Gerhild Decker/ Jan. 2009

Leider ein Schicksal unter vielen!
G.D.
Gerhild Decker, Anmerkung zum Gedicht

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 09.01.2009. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Die Autorin:

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