Heino Suess

Im milden Mond

 

 

Man glaubt nicht, dieses sei der gute Mond,
Der still auf alles Elend nächtens  blickt!
Er schaut, und niemand gibt es, der ihn schont.
Der Mensch, der all dies sähe, würd´ verrückt.

Vom Blick auf´s  Erdenelend  wär er blind.
Der Mond schaut´  zu und wurde  langsam blass.
Doch er begriff, dass Menschen Menschen sind,
Und weil er mild ist, spürt er keinen Hass.

Ich glaub gern, dieses ist der gute Mond!
Der still auf unser Elend nächtens blickt.
Er sieht´s, und niemand gibt es, der ihn schont.
Wenn ich dies sehen müsste, würd´ verrückt.

Vom Blick auf´s  Erdenelend würd ich blind,
Der Mond sieht zu, und wurd´ nur langsam blass.
Weil er gelernt, dass Menschen Kinder sind,
Und weil er mild ist, spürt er keinen Hass.


© Heino Suess  02/09

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 03.02.2009. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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In meinen Gedichten, schreibe ich mir meine eigene Realität, meine Träume auch wenn sie oft surreal, meistens abstakt wirken. Schreiben bedingt auch meine Sprache, meine Denkmechanismen mein Gefühl für das Jetzt der Zeit.

Ich vernehme mich selbst, ich höre tief in mich rein, bin bei mir, hier und jetzt. Die Sprache ist dabei meine Helfershelferin und Komplizin, wenn es darum geht, mir die Wirklichkeit vom Leib zu halten. Wenn ich mein erzähltes Ich beschreibe, beeinflusse, beschneide, möchte ich begreifen, wissen, welche Ursachen Einflüsse bestimmte Dinge und Menschen auf mein Inneres auf meine Handlung nehmen, wie sie sich integrieren bzw. verworfen werden um mich dennoch im Gleichgewicht halten können.

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