Paul Rudolf Uhl

Die Trudel

Zum Schillerjahr 2009…  (250. Geburtstag Shillers)

 

Angelehnt an Schillers „Der Taucher“ - den er nach einem sizilianischen Märchen

(Cola Pesce, der Fischmensch) geschrieben hatte  -  und eingedenk der diesbe-

züglichen Persiflage von Heinz Erhardt sind mir folgende Verse eingefallen:

 

 

 

Ein König feierte sein Fest;

ein Grillfest an der Klippe,

wo sich ganz prima grillen lässt…

Riskierte eine Lippe:

 

(Trompetenstoß) „Stellt ein den Schmaus!

Seht her: Der goldne Becher –

ich lobe meine Tochter aus:

Ist unter Euch ein Frecher,

 

ein Tapferer – vielleicht ein Held,

der diesen Becher hole,

zurück bringt (weil er mir gefällt)

von tiefster Meeres-Sohle?“

 

Er warf den Becher schwungvoll in

der Klippen wilden Strudel…

„Wer wagt es? – Denn ich hab´ im Sinn,

dass dem ich meine Trudel -

 

mein Töchterlein - zum Weibe geb`

dazu noch Ländereien…

Wer weiß, wie lange ich noch leb`

- und sterb´ ich, soll er König sein!

 

         Was? – Wagt es keiner? – Welche Schand!

         Kein Junker und kein Ritter?

         Gibt`s  keinen Helden mehr im Land?

         Kein Graf – kein Knappe? – Bitter!“

 

         Allein stand er ganz unbeglückt…

         Er tobte, schimpfte grässlich:

         Sie hatten alle sich verdrückt!

         - Die Trudel war zu hässlich…

 

 

Anmerkung: ich meine nicht meine Dichterfreundin Trudl hier in e-stories!

Der Paul auf Lanzarote 

 

                                                              

 

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