Karl-Heinz Fricke

Die Mauer

Als damals man schuf die DDR
liebte man die Grenze sehr,
und man tat sich beeilen
das deutsche Land zu teilen.

Man teilte sofort die Stadt Berlin,
denn die Westmächte waren darin.
Da dachte sich ein Superschlauer
wir ziehen durch Berlin 'ne Mauer.

Ein Akt der Willkür, ohne Zweifel
und von Berlin zur fernen Eifel
sahen machtlos deutsche Bürger zu,
das Vaterland kam nicht zur Ruh'.

Honnecker sagte zu Willi Stoph:
"Die Mauer bringt uns kein Lob.
Man sagt doch dass Narrenhände
beschmieren Tisch und Wände.

Da steht von Sowjet Tyrannei
und noch so manche Schweinerei.
Man hat es Stalin schon berichtet,
wir sind zur Abhilfe verpflichtet.

Die Mauer ist uns sehr zu Nutzen,
wir müssen rasch sie neu verputzen.
In Polen sind Maurer arbeitslos,
die holen wir uns, auf los gehts los.

Willi du ziehst den Laden auf,
sehr viel Mörtel geht dabei drauf.
Hundert Maurer oder noch mehr
müssen auf schnellsten Wege her !"

'Ne Woche später hat Erich gestutzt,
ein einziger Maurer hat nur verputzt.
Unbeherrscht er den Willi schalt:
"Ins Sibirien ist es lausig kalt.

Du wolltest doch vom Nachbarn Polen
mindestens hundert Maurer holen ?"
"Hundertvierzehn sind wie die Affen
auch des Sonntags schwer am Schaffen !"

"Und wie kommt's, ich sehe nur Einen,
viel zu wenig sollte man meinen !"
"Ach Erich, die sind fleißig und gescheit,
sie verputzen auf der anderen Seit' !"

Karl-Heinz Fricke  25.2.2009 

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