August Sonnenfisch

KIRSCHEN PFLÜCKEN (küssen)



 

Kirschen pflücken
(küssen)
...........................................................................................................................................


Heute im Elysium der Blüten
dich küssen!
Ohne zu nisten in dir, unter
 bienenumflügelt
duftenden
Blüten
dich küssen.

*

Einst hockte die Menschheit

kükengleich noch
in Nestern:
in Banden des Blutes,
in Ehen aus flaumfedrigem Ich
und flaumfedrigem Du,
in Kirchen aus Hirten und Herden,
in untertänigsten Dörfern,
in Männerzünften ...
die ehrsamen
Frauen als Mütter in der Schar
ihrer Kinder im Haus!
Gruppenselig in
engen Gemäuern
aneinander sie sich drängen,
gewärmt und beäugt.

Die Männer wieder und wieder
in blutigen Schlachten
auf Leben und Tod.


Ebenbilder Gottes im Werden.

*

Doch einmal flügge,
größere Freiheiten
uns erfliegend, solche Nester
kaum mehr
uns fesseln.

Im Feuer von YIN und YANG
beflügeln und beseligen
wir einander
in unseren Küssen:

Ich gleichermaßen
bei mir und bei dir.
Du gleichermaßen bei dir und bei mir.
Dialoge und Duette von
YIN und YANG!

In solchem Klingen
und Schwingen
lädt das EWIG-WEIBLICHE in dir
mich in die Gesänge
deiner Violine -
  lädt das EWIG-MÄNNLICHE in mir
 dich in die Duette
meiner Tänze.

Ich schaue Aphrodite in dir:
eine sich selbst
erschaffende Göttin der
Liebe und
der Schönheit.
Du schaust Apollon in mir:
einen sich selbst
erschaffenden Gott der
Musen und
der Sonne.

  Und in den Höhen und Tiefen
  unserer Kommunion
erfahren wir Himmel und Erde!

*

O Licht und Schatten solcher
Begegnung unserer
Menschen-Seelen und unserer Menschen-Geister
in den Tempeln
unserer Leiber!



 



(c)  August Sonnenfisch, Berlin-Lichterfelde,
April 1998 ff

 

(1)
Die Lebenskräfte der Frau sind Yang
(schau ihr in die Augen)
die Lebenskräfte des Mannes sind Yin
(schau auch ihm in die Augen).

(2)
"Das Ewig-Weibliche zieht uns (die Männer) hinan"
(zum menschlich Iniversellen):
Schlusszeilen in Goethes "Faust II".



 

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