Simone Wiedenhöfer

FLEHENDE AUGEN


Dass Tiere Mitgeschöpfe sind,
Vergisst Du Mensch und stellst dich blind,
Siehst nicht ihre treuen Augen,
Weil sie nur als Sache taugen.

Wie hart du über sie bestimmst,
Auch ihnen jede Würde nimmst
Und es trennen sich die Welten,
Weil sie nur als Sache gelten.

Stets sind sie uns treu ergeben,
Hängen so wie wir am Leben.
Tiere mit den Augen flehen,
Wenn sie vor dem Schlachter stehen.

Mit ihren Augen sprechen sie,
Doch Mensch für dich sind sie nur Vieh,
Auch was du ihnen abverlangst,
Du siehst nicht ihre Todesangst.

Augen mehr als Worte sagen,
Geben Antwort und sie fragen,
Denn auch bei Tieren ist das so,
Sie können traurig sein und froh.

Doch ihre Angst wird unterschätzt,
Die scharfen Messer sind gewetzt.
Zum Töten bist du Mensch bereit,
Für Mitleid hast Du keine Zeit.

Voller Angst den Tod sie wittern,
Ihre warmen Körper zittern,
In der blutig nassen Lache
Längst verstummt ist ihre Sprache.

 Ja, wahrlich Mensch, du dich verrennst,
Weil du nicht ihre Sprache kennst,
Von der du wirklich nicht viel weißt,
Weil ihre Sprache Liebe heißt.

© Copyright 25.März 2009 by Simone Wiedenhöfer

 

Aus Trauer und tiefer Wut heraus, schrieb ich gestern dieses Spontangedicht innerhalb von 20 Minuten.
Dieses Gedicht war absolut nicht eingeplant, aber es musste raus.
Simone Wiedenhöfer, Anmerkung zum Gedicht

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 26.03.2009. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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