Karl-Heinz Fricke

Der Spielteufel

Das Spiel erfreut bereits das Kind
und wenn die Kinder erwachsen sind,
dann spielen viele gern weiter.
Sicher ist es dann gescheiter
nicht ums große Geld zu spielen,
denn es gelingt nicht sehr vielen
von dem Glückspiel reich zu werden
auf dieser unserer Erden.

Am Pokertisch sitzt Ferdinand,
er hat drei Asse in der Hand.
Lang' hat er nicht mehr gewonnen,
sein einstig' Glück ist zerronnen.

Er zählt seine letzten Kröten
und hofft sie gehen ihm nicht flöten
trotz der Asse in seiner Hand,
das wäre wirklich allerhand.

Ferdinand sich Luft zufächelt,
ein Mitspieler hält und lächelt.
Kurz danach stellt es sich heraus,
der Bursche hat ein volles Haus.

Pleite und völlig abgebrannt
war nun der arme Ferdinand.
Er putzte den Pistolenlauf,
hängte sich aber lieber auf.

Engelhard aus der Stadt Essen
hatte niemals ihn vergessen,
den Lottogewinn vor Jahren,
schlecht ist er damit gefahren.

Zuerst lief ihm die Frau davon,
dann raubte ihm der Tod den Sohn.
Dann starb in einer Abendstund',
sein, ach so treuer, Schäferhund.

Nun ganz allein im großen Haus
lebte er stets in Saus und Braus.
Die Flasche wurde sein Kumpan,
schon morgens fing er's Trinken an.

Nachmittags war die Flasche leer,
sofort holte er eine neue her.
Viel Geld hatte er auf der Bank,
das er jedoch nicht mehr vertrank.

Die Leber machte es nicht mehr
und da bereute er es sehr,
dass er damals so viel gewann,
wonach sein Lebensglück zerrann.

Das Spiel um Geld ist eine Sucht,
sehr viele haben es versucht
an Tischen und an Automaten.
Eines kann man schnell erraten,
dass die Überzahl der Spieler
sind meist immer die Verlierer.
Wenn der Spielteufel regiert
wird immer wieder es probiert.

Karl-Heinz Fricke 30.3.2009  

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