Karl-Heinz Fricke

Massenhaftes

Herdenvieh wird sie genannt,
die große Masse im Land.
Dem Leithammel hinterher,
and're Wege gibt's nicht mehr.

Erlebt im Reich dem Dritten,
als wir im Gleichschritt schritten,
Männchen machten jeden Tag,
nicht erkannt das Ungemach.

Im Hauptgeschäft ist es passiert,
Massenabsatz ward registriert
trotz Massenarbeitslosigkeit,
es war ein Wunder zu der Zeit,
denn in der mittelgroßen Stadt
fanden Massenentlassungen statt.

Vorm Laden von Benjamin Frank
gab es einen Massenandrang.
Er hatte grad 'nen Ochs geschlacht'
und Rouladen daraus gemacht.

Vor einer Wahl in der großen Stadt
fand eine Massenkundgebung statt.
Versprechungen waren zu hören,
und die Masse ließ sich betören.

Der Massenmörder Rudolf Pleil *
trieb sein Morden für eine Weil'.
Er nahm den Opfern alles ab
und warf sie dann ins Massengrab.

Karl-Heinz Fricke  25.4.2009

*  Kurz nach dem 2. Weltkrieg gab es Grenzführer, die Leute über die Zonengrenze schleusten. Einer von ihnen war Rudolf Pleil, der u.a. in meinem früheren Grenzbereich in einer verlassenen Bahnwärterbude nahe der Grenze hauste, und nur einzelnen Frauen seine Dienste anbot, die darin bestanden, dass er sie vergewaltigte und dann erschlug. Nachdem einer Frau die Flucht gelang, wurde er festgenommen und in Brauschweig zu lebenslänglich verurteilt. Dann erst wurden im ganzen Harzgebiet an der Grenze  seine Taten bekannt. Pleil erhängte sich 1958 in seiner Zelle. Wer mehr darüber lesen möchte schreibe Rudolf Pleil in die Google Spalte.    

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