Holger Kreische

Geständnis

 Geständnis

Wann ist es Zeit sich selbst zu gestehen?
Sich all das eigene Leben einmal zu betrachten.
Gehört dazu der Mut der Hoffnungslosigkeit?
Oder doch mehr das reale Sein der eigenen Erfahrungen.
Muss man erst weise, und belesen werden?
Oder ist es die Realität zu sehen, und sich dem Leben offen zu legen?
Fragen über Fragen, die Antworten findet man ganz allein.

Ich wollte stark sein, als der Tod in mein Leben trat.
Und war doch plötzlich so klein und schwach.
Ich wollte keine Tränen als Abschied schenken.
Und doch kam das letzte Lächeln in Traurigkeit.

Ich wollte über dem Schmerz einer verlorenen Liebe stehen.
Und merkte wie ich den Halt verlor.
Ich wollte mit Zuversicht in das Leben zurück nun finden.
Und stellte fest mich nur im Kreis zu drehen.

Ich wollte anderen Kraft und Hoffnung schenken.
Doch nahm ich mir meiner Kräfte selbst.
Ich wollte weder Dank, noch Ruhm erlangen.
Und doch vermisste ich ein kleines Gefühl davon.

Fragen über Fragen, und auf alles kommen die Antworten.
Wenn man ein kleines Gericht des Lebens erhört.

Ich wollte nur ein Zuhause finden.
Doch ein Reisender bin ich geblieben.
Ich wollte doch nur den Atem am Morgen spüren.
Wenn der geliebte Mensch an meiner Seite erwacht.
Geblieben ist die Vorstellung selbst.

Ich wollte nur den Duft deiner Haut in meine Sinne schließen.
Geblieben ist der fade Duft von totem Papier.
Die letzten Worte des Abschiedes, getränkt in Tränen.
Geblieben sind die Jahre der Erinnerung.

Ich gestehe was sind all die Dinge die man denkt tun zu müssen.
Gegen all die Gedanken die man nicht getan.
Ich gestehe die Stärke eines Menschen ist nicht sein Erscheinen.
Sie liegt darin sich selbst finden.
Nun nach all den Gedanken gestehe ich ein,
ich bin stolz ein Mensch zu sein.

© hkreische 03/09

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.05.2009. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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