Klaus Heinzl

Dauerthema Rassismus

 

Ein Thema hat mich stark bewegt.

Weil es auch das Gemüt erregt.

Der Holocaust, der einst geschah

man legt ihn uns seit damals nah.

 

Sehr wichtig ist es unterdessen,

das Thema zwar nicht zu vergessen.

Wir haben hier viel Schuld bekommen

und diese Last macht uns beklommen.

 

Doch sollte man hier auch betonen,

dass andre Länder und Nationen,

(da sind sich jene schon im Klaren),

auch keine lieben Engel waren.

 

Blickt man hier auf die USA,

so war dies hier nicht wunderbar.

Vietnam hat man (zwar unbesiegt)

mit einem Rassenwahn bekriegt.

 

Die Indianer – wurd´ berichtet -

die hat man gnadenlos vernichtet.

Auch Farbige im eignen Land,

erlebten hier gar allerhand.

 

Hiroshima lag hier in Scherben,

es mussten zu viel Menschen sterben.

Wenn Menschen grausam Menschen töten

gehn hier Vernunft und Würde flöten.

 

In Afrika da tobt noch immer,

ein Krieg, und er wird auch noch schlimmer.

Fast überall auf dieser Erde,

gibt es den Anlass zur Beschwerde.

 

Nur hier bei uns, muss ich mal sagen,

darf man der Deutschen Fehl beklagen.

Die Altlast wird wohl nie verdaut,

die ganze Welt auf Deutschland schaut.

 

Denn Hitler hat mit seiner "Macht",

aus uns ein Trauerland gemacht.

Dabei kam er - echt allerhand -

aus Österreich in unser Land.

 

Seitdem sind wir verflucht zum Schämen

und sind verdammt uns zu vergrämen.

Die andern, die sich stets beschweren,

die sollten selbst vorm Tore kehren.

 

Und nicht nach dreien Generationen

die Altlast wiederholt betonen.

Das alles war ein Kriegsverbrechen,

ich will hier keinen Ablass sprechen.

 

Doch müsste es das Ziel auch sein,

zu werfen dann den ersten Stein,

wenn man sich hier - nun so mein Rat -

auch selbst nichts vorzuwerfen hat.

 

Natürlich muss man die Geschichten

in Schulen Schülern auch berichten.

Auf das sie lernen und begreifen,

das Menschen durch die Taten reifen.

 

Das schlimmes und auch böses Handeln,

die Zeiten und die Folgen wandeln.

So wird man es auch nicht vergessen,

doch bleibt vernünftig... nicht besessen.

 

Und lernt aus der Vergangenheit

aus jener grausam harten Zeit,

dass, lässt man Hirnis an die Macht,

die ganze Welt im Anschluss lacht

 

und man vor Hähme kaum erkennt,

wie man durch gleiche Gassen rennt.

Auch Juden, die hier ständig toben,

die sollte man nicht nur beloben,

 

denn denken wir die Zeit zurück,

dann knüpften sie auch manchen Strick.

Und taten Unrecht gegen Heiden,

die sicher heut noch drunter leiden.

 

Fazit:

Den Menschen gilt der gute Rat,

dass vieles Böse ... Folgen hat.



kh. 30.05.2009 

 

 

Erläuterung in eigener Sache:

Ein wichtiges Anliegen ist mir hier, dass mein Text nicht falsch verstanden wird. Ich will hier ausdrücklich betonen, dass ich keinesfalls das Kriegsverbrechen der damaligen Nazis gut heiße oder etwas gegen Juden habe. Hier will ich nur zum Ausdruck bringen, dass es für das Selbstbewusstsein eines Landes nicht förderlich ist, wenn man immer wieder die ganze Nation zu Schwerstverbrechern abstempelt, obgleich bereits drei Generationen hinter uns liegen. Gleichzeitig hat eine ständige Brandmarkung durch andere Nationen keine berechtigte Grundlage, vor allem dann nicht, wenn man selbst in der Vergangenheit viel Mist gebaut hat.

Der Deutsche hat mittlerweile schon Angst, sich als Deutscher zu bezeichnen und erst recht eine Fahne zu haben. Sofort bekommt er automatisch ein Hakenkreuz aufs Hirn gestempelt und hat sich zu schämen. Wir haben in der Vergangenheit nicht nur Mist gebaut. Wir haben durchaus viel geschafft worauf wir stolz sein können. Wir täten gut daran, die Vergangenheit auch mal ruhen zu lassen und lediglich im Sinne falscher Praktiken aus der Vergangenheit, daraus zu lernen und gegenüber Ausländern freundlich und tolerant gesonnen zu sein. Dann würden wir wohl auch den Respekt und die Würde zurückerlangen, die uns seit dem 2. Weltkrieg verlorengegangen ist. Denken wir nur mal an Ex-Jugoslawien, so tobte hier jahrelang ein rassistischer Krieg mit grausamsten Inhalten und kaum einer (auch die Nato) sah Handlungsbedarf hier positiv einzuschreiten. Erst, als unmenschlich viele Opfer zu beklagen waren, traten die Blauhelme in Erscheinung und halfen bei den Aufräumarbeiten. Die eigentliche, bedeutende Hilfe kam aber – meiner Meinung nach – zu spät. Und das, obwohl uns die Vergangenheit eigentlich beherztes Eingreifen vorgeben würde.

 

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 30.05.2009. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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