Karl-Heinz Fricke

Kein Bett

Sein großer Wunsch war, dass er hätt',
ein schönes warmes Federbett.
Grausam stachen ihn die Mücken
nachts im Schlafe unter Brücken.

Sein Schlafzimmer war ein Karton
seit Wochen und Monaten schon.
Jedem Abend im Mondenschein
kroch er unfroh in den hinein.

Es ist doch schrecklich, wenn ein Mann
im Bett nicht ruh'n und schlafen kann.
und unter einem Brückendach
liegt man unbequem fröstelnd wach.

Es fristet ein Mensch sein karges Sein
in einem Karton nachts allein.
Im Winter ist seine Sonne
ein Feuer in einer Tonne.

Sein Brückennachbar, Oskar Krauss,
musste plötzlich ins Krankenhaus.
Jedoch dort hieß es: Ach, oh wei,
keines der Betten ist heut' frei.

Ungewaschen und unrasiert,
ist er zur Brücke zurückgekehrt.
Für ihn war alles für die Katz',
besetzt war auch sein Brückenplatz.

Nachdem 'ne Woche vergangen,
wiederum dasselbe Unterfangen.
Auf der Fahrt rattelte es sehr
in dem starken Straßenverkehr.

Wieder war kein Bett für ihn frei,
da war ihm alles einerlei.
Er kehrte zur Brücke zurück
und vollendete sein Geschick.
Er ging nicht wsieder darunter,
von oben sprang er herunter.

Karl-Heinz Fricke 31.5.2009

 Anmerkung: Hildegard und ich möchten allen hiermit unsere Grüße zum Pfingstfest übermitteln. Dieses Fest ist hier allgemein unbekannt.

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