Karl-Heinz Fricke

Der reisende Zecher

Ein Fremder betrat die Adler Bar,
die stets gut besucht seit manchem Jahr.
Er trank einen Whiskey mit Tonic,
herunter ging's  wie Milch mit Honig.

Die herrlichen Flaschen im Regal
lockten die Besucher ohne Zahl.
Gerad' schwankte einer, der oft hier,
zufrieden durch dieser Tränke Tür.

Bis oben hin voll war sein Kanal,
seit Montag bereits das vierte Mal,
denn er ließ sich durch nichts verdrießen,
Öl auf seine Lampe zu gießen.

Der Fremde fühlte sich gleich zu Haus,
nutzte weidlich seine Chance aus.
Bereist fünf Whiskey hatte er drin,
das benebelte schon seinen Sinn.

Er kannte von Bar Besuchen
der Barbesitzer ständig Fluchen.
Warum sollte es hier anders sein,
wenn er scheinbar suchte einen Schein ?

Zur Beruh'gung schluckte er munter
einen sechsten noch schnell hinunter.
Dann erst wurde dem Barkeeper klar,
dass völlig pleite der Fremde war.

Und die Moral von diesem Gedicht:
Vertraue gleich fremden Leuten nicht.
Der Kerl fuhr nur stets im Land umher,
keine Seele gab ihm Kredit mehr.

Karl-Heinz Fricke  4.6.2009

 

 

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