Karl-Heinz Fricke

Der Nerventöter

Lana, unser guter Schäferhund
hatte schließlich ihre letzte Stund'.
Unser Chico war nun ganz allein,
der wollte gern in Gesellschaft sein.

Kurz entschlossen entstanden dann wir,
ihm zu Gefallen ein zweites Tier.
In einer Meute kläffender Köter
fanden wir Hasso, den Nerventöter.

Der lebhafte Hund, sechs Monate alt,
wurd' zum Teufel in Hundegestalt.
Er wühlte, zerrte, bellte und biß,
er jagte, nagte, knurrte und riß.

Unarten im Sinn zu jeder Stund'
waren vereinigt in diesem Hund.
Zur Müllgrube wurde unser Hof,
sagten wir was, dann guckte er doof.

Die Zaunlatten hat er zerbissen,
Leinen und Schläuche zerrissen,
reingebissen in Schuh' und Hüte,
oft geleert die Abfalltüte.

Er bellte bei Tag und bei Nacht,
hat uns're Nachbarn wach gemacht.
Egal ob's gestürmt oder geschneit,
stets war das Tier zum Bellen bereit.

Endlich hatten wir endlich Ruh,
ein Maulkorb band die Schnauze zu.
Aus war's mit Bellen und Beißen,
und mit Wühlen, Nagen und Reißen.

Treuherzig saß er dann vor der Tür,
schaut ihn an, welch prächtiges Tier.
Danach wurde er bei uns nicht alt,
wir schenkten ihn einem 'Feinde' halt.


Karl-Heinz Fricke  16.6.2009

Anmerkung: Wir kauften den Hund im Jahre 1973. 300 Dollar waren damals viel Geld dafür. Dann schenkten wir ihn einem ehemaligen Nachbarn, der immer etwas zu meckern hatte. Er wohnte am anderen Ende des Ortes. Lustig ging das Bellen weiter, aber wir hörten es nicht mehr.  

 

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