Wolfhart Willimczik

Der Erfinder

Ein Tunichtgut hat in der Nacht
sich etwas Erschröckliches ausgedacht.
Etwas – was nichts taugt
Und keiner braucht.

Jetzt schleicht er gar
In einen Betrieb sogar.

Etwas Neues habe er erfunden.
Man sagt ihm aber unumwunden:
wir brauchen keine neuen Dinge mehr,
wir lieben doch das Alte viel zu sehr.
Es ist uns so vertraut
und man weiß, dass es keiner klaut.
Wer anders denkt,
dem ist nur das Gehirn versaut.

Der Staatsschutz gerät nun außer Rand und Band,
verfolgt ihn nun im ganzen Land.
Im Chor die Kommunisten nun auch singen:
“Der Erfinder ist des Landes große Schand’,
stellt den Kerl doch an die Wand.“

Denn nicht jeder ist gegen Schnapsideen gefeit.
Wir brauchen Ordnung und Sicherheit!

Es beschließen Schwarze, Grüne und die Roten:
Erfinder sein, das ist verboten.

Ließ’ man solch’ Unholde alle los,
wir wären alle arbeitslos.

Alle Arbeit täten nur noch die Maschinen,
es gäbe nichts mehr zu verdienen.

Meine Devise:
Erfinder sind schuldig an der Krise.




Für die Jungen und die Alten
Alle Rechte vorbehalten
der „Ver-Dichter“

Das Gedicht beruht auf dem Verbot aller meiner Erfindungen.
Das BLKA schreibt im EV (sprich Zersetzungsvorgang) gegen mich: „Der Beschuldigte gibt neben seiner Berufsbezeichnung Dipl.-Phys. Stets Erfinder an.“
Dies wurde zu einem gesonderten Punkt der Ermittlungen, weil es die Berufsbezeichnung „Erfinder“ für das BLKA gar nicht gibt, also gesetzwidrig und demnach verfolgbar ist.

Wolfhart Willimczik, ein aus Deutschland vertriebener Erfinder

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 19.06.2009. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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