Klaus Heinzl

BIBELSTUNDE ... Die Arche Noah

 

Auf Erden gab es mal ´ne Zeit,

das herrschte Rauditum und Zank.

Es gab tagtäglich nur noch Streit...

Gott meinte drum: „Ist das der Dank ?

 

Da hab ich Zwei von Euch geschaffen,

und ihr habt wohl nichts mehr zu tun,

als nur zu streiten wie die Affen...

und rum zu gackern wie ein Huhn !!!

 

Im Zorn, da schickte er Gewitter,

auch Winde, doch die Menschenbrut,

die schaute zwar genervt und bitter,

doch jeder blieb ein Tunichtgut.

 

Nur zwei hatten kein Ehedrama,

auf dieser Welt in jenem Orte,

er schrieb sich Noah und sie Naama,

(sie waren zwei von braver Sorte).

 

Sie hatten Söhne, drei der Zahl

Sem, Ham und Jafet hießen die.

Auch die, sie waren echt normal

(Hasch, Kokain, nahmen sie nie).

 

So dachte Gott – in seiner Wut –

die Menschen mach ich alle platt...

Nur diese Fünf, die find ich gut,

(was auch was Positives hat...)

 

So sollen diese Fünf auch leben.

Die Menschen heute neu zu formen,

das will ich mir nun nicht mehr geben,

(was hätten sie dann auch für Normen)

 

So sprach, nach langem Überlegen,

der Herr von droben laut herab,

„Eye, Noah... du kommst mir gelegen,

komm her, weil ich was für dich hab.“

 

Es war ein Plan von einem Boote,

der Noah guckte sehr betroffen...

Er ahnte nicht um Gottes Quote,

und dass sein Schicksal schrecklich offen.

 

„Dort auf dem Berge Ararat,

da sollst Du diese Schüssel bauen“.

Sprach Gott, „nun Noah schreit zur Tat !“

Doch Noah konnte nur blöd schauen.

 

Erst als ihn Gott erneut ermahnte,

da merke Noah... es wird eng...

worauf er nun auch sehr schnell rannte

(der Plan war von enormer Läng).

 

„Bereit Dein Weib auf Regen vor“,

das hörte er den Herrgott sagen.

Der Herr sprach in sein linkes Ohr

(das Rechte hätt es nicht vertragen).

 

Und Noah sprach zu seiner Frau...

der Himmel guckt mich komisch an.

Er wird schön langsam ziemlich grau,

wer weiß, was heut noch kommen kann.

 

Und seine Söhne, Frau und er,

die mühten sich den Kahn zu bauen.

Die Wolken zogen schnell daher,

(man traute sich kaum hinzuschauen).

 

Dann, nach zwei Wochen oder drei,

da ward das Werk alsdann vollbracht.

(Okay, es wäre längst vorbei,

wär es nicht zweimal eingekracht.)

 

Und Noah freute sich des Baues,

und fragte Gott, was nun zu tun.

„Nimm jetzt ein Seil, so ein graues

und fang damit erst mal ein Huhn.

 

Nein, nimm gleich zwei, dort läuft ein Hahn.

Und weil ich Tiere wirklich liebe,

such von den Viechern dir sodann,

zwei pro Geschlecht... (wegen der Triebe).

 

Nur bei den Schlangen pass gut auf,

die haben schon mal Mist gebaut...“

(Das nahm in Eden seinen Lauf

und hat dem Paar die Tour versaut !)

 

Der Noah kam nun sehr ins Grübeln...

doch zog er los und tat es doch....

Wollt Gott die Laune nicht verübeln

(weil es schon sehr nach Schwefel roch).

 

So sah man eine Karawane,

von Tieren auf die Arche rennen.

Es war so schön... voran die Fahne

(die Frau von Noah war am Flennen).

 

Ach Weib, sprach Noah zu der seinen,

was heulst Du, schau, es wird schon gut.

Es gab zur Lebzeit viel zu weinen,

(was auch der Himmel sehr bald tut).

 

Und wirklich, in nur knapp zwei Stunden,

da öffnen sich des Himmels Schleusen.

Der Noah hat dies geil gefunden....

(das sagte er auch zu zwei Mäusen).

 

Das Schiff, es trug nun Mann und Maus,

hinaus zur See und rundherum.

Für´n Rest der Menschheit war es aus

(für die, da lief es wirklich dumm).

 

Doch bleibt nun nur die Frage offen,

wie hat man sich alsdann vermehrt...

Die Inzucht macht mich schon betroffen,

denn heute,     ...wäre es verkehrt...

 

Und siehst Du drüben, in der Menge,

so einen Punker mit Frisur,

dann denk an jene Fortpflanzenge,

(nahm man den Hahn hier in Natur?)

 

Es bleiben viele Fragen offen,

so manches lässt uns heimlich lachen.

Wenn ´s regnet, bleibt uns nur zu hoffen,

es hört bald auf... (was soll man machen).

 

 

Fazit:

Drum streitet nicht um jeden Scheiß,

die Arche steht noch in der Bucht.

Weil keiner es letztendlich weiß,

ob Gott es nicht noch mal versucht.

 

 

kh. 30.06.2009 

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