Karl-Hans Goebel

Erguss

Geliebtes Schweigen, wie fehlst du mir.

Es dauert mich dich fern zu wissen.

So ist es war, dass ich nun einsam,

dem Adler gleich, die öden, leeren Bahnen ziehe.

Ziel ist vergessen, dumm heißt die Zukunft,

verlacht vom Geliebten, verhöhnt vom Volk,

wähnte den Hochmut meinen Richter.

 

Ist es denn Wahrheit, so es sie gibt?

Dem Todessüchtigen grinst im Verborgenen

allgegenwärtig der bleiche Freund,

lacht deiner wie Alle, die geträumt vom Glück.

So denn fahr wohl: dein ist die Schuld,

so dein war’s Verlangen, so dein war das Wissen.

Fahr hin – Idiot ! 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 04.08.2009. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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