Meike Schrut

Versuch Liebe zu bedichten

Als ich dachte, es geht nicht mehr,
kam von ungeahnter Seite eine Liebe her.
Aber ach:
so schmerzhaft und arg
und ich dachte: platonisch!
Plato machte sich von dannen,
Aphrodite trat zu mir,
machte mich locker und froh.
Aber in mir rief`s: "Ich bin nicht so!"
Ich nenne ihn Jean - sprech es aus ganz französisch,
dann klingt es so gut.
Meine Sehnsüchte darfst du nicht erraten.
Sind sie dir bekannt,
schaust mich deshalb so fragend nur an,
sagte ich: "Ja, ich will mehr - so viel mehr -
als ich jetzt kann."
In Gedanken umarmen dich meine Gefühle,
vielleicht erdrückten sie dich.

 

Gedicht wurde etwa im Mai 2003 verfaßt, wurde auch schon vorgestellt innerhalb einer Runde in einem Schreibzirkel an einer Volkshochschule in Stralsund.Meike Schrut, Anmerkung zum Gedicht

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 23.08.2009. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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