Klaus Georg

Eine unerwünschte Büttenrede




Eine unerwünschte Büttenrede

 

 

Man nennt es schönen Lebensbrauch

zu feiern gerade oder auch

wenn einem nicht danach zumute

und man sie spürt, die Lebensrute

 

Denn dann erst zeigt sich in der Tat

ob man denn auch begriffen hat

was man gesehen an Fingerzeigen

im bisherigen Lebensreigen

 

Man kann nun mal nicht nur genießen

und ständig mit dem Strome fließen.

Will man sein Leben selbst gestalten

muss man auch mal dagegen halten

 

Denn dann, wenn auch nicht unriskant

wird erst das Leben interessant.

Wer nie den Gegenwind verspürt

der weiß auch nicht was er verliert

 

Warum ich feiere oder lache

ist im Grunde völlig nichtig

Dass ich es überhaupt nur mache

das allein ist wirklich wichtig

 

Wohl dem, der von sich sagen kann:

Ich halt mir eins zugute

Ich feiere meine Feste dann

wenn mir danach zumute

und nicht wenn’s der Kalender sagt

so wie es mancher leider tut

Bei mir ist Frohsinn angesagt

Auch ohne Narrenhut

 

 Wer nicht kann lachen übers Jahr

für nichts und nicht für Kuchen

der hat, das ist ja doch wohl wahr,

im Karneval auch nichts zu suchen

 

Der Karneval wie ich ihn mag

ist kein Ventil für dummen Frust

ich will genießen jeden Tag

zu streiten hab ich keine Lust

 

Ich weiß, nichts ist so einfach wie es soll

umsonst gibt’s nichts auf dieser Welt

Und Karneval, das kostet wohl

so manchen sehr viel Zeit und Geld

 

Die Frage ist nur, wofür ich’s gebe

Einmal im Jahr Bewußtseinschwellung

wenn das es ist wofür ich lebe

wird Karneval zur Selbstdarstellung

 

Ich zieh’ den Hut und mein das ehrlich

vor denen die der Spaß antreibt

die dafür sorgen unentbehrlich

dass uns der Spaß erhalten bleibt

 

Doch wenn schnöder Mammon ganz oben steht

wie’s schon öfter war zu sehen

stellen wir fest dass bald nichts mehr geht

Und auch das Lachen wird uns dann vergehen

 

 

 

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