Norbert Wittke

Guten Morgen Herr Doktor

Herr Doktor, ich wünsche Ihnen einen guten Morgen!
Nun bin ich hier, was kann ich für sie heute tun.
Die Medien berichteten von ihren großen Sorgen,
das alles ließ mich überhaupt nicht mehr ruhn.

Mir tut es so leid, dass sie so schlecht verdienen,
nicht den Wagen fahren können wie die Ulla Schmidt.
Sie sind nicht so vom Glück wie sie beschienen,
seit ihrem politisch nicht begreifbaren Amtsantritt.

Mir fallen da ein nur ein paar problematische Sachen,
ich zähle Sie Ihnen alle auf auch ganz geschwind,
dann könnten ihre Honorarabrechnungen bald lachen,
ich hoffe, dass Sie dann wieder endlich glücklich sind.

Zunächst können sie schnell mal spülen meine Nieren;
damit dort wieder alles wird richtig durchgängig.
Dann befreien Sie mich bitte von allen meinen Viren,
dann werde ich auch wieder so richtig lebendig.

Schauen sie auch bitte noch nach meiner  Leber,
ich brauche sie doch so beim Flatrate Koma Saufen:
Schließlich war ich immer schon ein großer Streber,
möchte dort nicht unter dem Durchschnittswerte laufen.

Wie wäre es auch damit, an mir ein wenig zu operieren?
Was am teuersten ist, das suchen sich einfach aus.
Ich möchte doch nicht Sie als meinen Arzt verlieren.
Ich hörte, Sie sparen ja erst für ihr zweites Haus.

Vielleicht könnten Sie bei mir auch das Fett absaugen,
sicher könnten sie es an die Pharmazie teuer verkaufen.
Auch sehe ich nicht mehr so gut mit meinen Augen,
kann mich dadurch immer wieder überall verlaufen.

Ich bitte Sie, überdenken sie nur meine Angebote alle,
ein neuer Sportwagen stünde Ihnen gar nicht schlecht.
Vielleicht kommen sie so aus ihrer tiefen Kostenfalle;
ich meine es mit meinen Angeboten wirklich echt.

12.09.2009             Norbert Wittke

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