Fabian S.

Das Fischgericht

Mittagszeit. Die Sonne strahlt golden, die Wellen spiegeln sich vor dem sanften Atoll. Alles friedlich, bis auf zweie… Na toll!

 

Die Laune der Fische, Krebse und Korallen,

der Meerestiere allgemein, und alle, die darunter fallen,

selbst die der Vögel, gar der Mücken,

war einvernehmlich zum Verzücken.

 

Nur beim Hecht, da war sie schlecht.

Nicht, dass er krank war,

nein, Schuld daran besaß der Hering,

noch dazu ein äußerst schlanker.

 

Auf einer freigelegten Sandbank,

die des Mittags stark nach Tank stank,

gerieten beide aneinander –

gesehen hat es nur der Zander.

 

Der Hecht, der hier im Recht sich wähnte,

fletschte wütend seine Zähne.

Die Vorfahrt ihm genommen sei:

„Verdammte Meeresschweinerei!“

 

Der Hering schimpft ihn flugs beherzt -

Ihm war klar, der Hecht ist eitel -

dort, wo´s ihm an meisten schmerzt:

Rechts und links vom Mittelscheitel.

 

„Schau, weiß sind meine Fingerkuppen!

Alter, Du hast tierisch Schuppen!“

Der Worte wegen sehr verdrossen,

gab ihm der Hecht eins auf seine Flossen.

 

Der Zander, der´s mit angesehen,

wurde alsbald unbequem:

„Ob´s euch passt, Jungs, oder nicht:

dafür kommt ihr vor´s Fischgericht!

 

Wer den Streit vom Zaun gebrochen,

entscheidet dann Hochehren Rochen.

Ich rufe jetzt den weisen Hai

(Chef der Wasserpolizei).“

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.09.2009. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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